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seine Grundlosigkeit und Inkonsequenz zu verweisen. — Manerstaunt, wie nicht selten in einem und demselben Lehrsazesolche Weiß - und-schwarzaussagen vorgebracht werden. Solesen wir in einem wissenschaftlichen und filosofisch sein sollen-den, unter dem 49" n. B. geschriebenen Buche: »WennSonne und Mond aufgehen, so haben sie ein volleres Licht;deshalb erscheinen sie vnS entfernter und größer, kommen sieaber inS Zenith, so leuchten sie mit hellerem Lichte, deshalbscheinen sie uns näher und kleiner." Nun können aber dochoffenbar aus einem und demselben Verhältnisse, wie hier auSdem stärkeren Lichte jener Himmelskörper, nicht zwei entge-gen gesezte Wirkungen erfolgen, und wir können nicht umhin,obigen Saz als ein beklagenswerthes Beispiel von Dishar-monie und Inkonsequenz oder doch gewiß von seltener Un-deutlichkeit anzusehen.
Die guten alten Logiker haben gedacht, weil ein Ge-mälde, ein Gebäude oder sonst ein Erzeugnis ästhetischen Ta-lentes, schon einen hohen Grad von Schönheit und Vollkom-menheit erreicht, wenn es frei von Fehlern ist, so wird aucheine Reihe, von Erkenntnißen, ein Gedankenbau oder sonstein logisches Kunstwerk für wahr und gelungen anzuschen sein,wenn es ohne die Gebrechen sich zeigt, die so oft das Anclizder Wahrheit entstellen. Und nicht mit Unrecht haben sie soge-meint; denn wenn in einer Rede, einer Wissenschaft oder ineinem Buche, kein Mangel an gehöriger Unterscheidung derDiüge, kein Widerspruch, keine Luke oder loses Slükwerk,keine Grundlosigkeit und Inkonsequenz zu finden ist, so kanndie Geistesarbeit wol mit gutem Fuge schon auf eine sehrhohe Stelle von Perfektion Anspruch machen, was ja auchvon unfern Handlungen gilt: »Frei >> 0 » Fehlern zu sein, istder niedrigste Grad und der höchste; denn nur die Schwacheführt oder die Größe dazu." Wir haben es daher allerdingsschon weit gebracht, wenn wir in unseren Gedanken und ihrenAusseiungen jene Unvollkommenheiten scheuen und aufS sorg-fältigste zu vermeiden wißen. Aber so wie in unsern Gesin-