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Eine Logik für Schule, Haus und Leben : die in leicht verständlicher Sprache in das Reich des Wissens und Denkens führt, die Gymnasiasten für die höheren Studien vorbereitet, die Akademiker in den ihrigen unterstützt, und jedem, der sich über das Gemeine erheben will, Aufklärung und Bildung reicht
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dazu könnte man sagen ist es nicht nur berechtigt son-dern auch verpflichtet. Aber dieser hohe Beruf des Gewissens /erheischt einerseits, daß es in der Untersuchung theoretischerWahrheiten nur in so weit die Objekte des wißbegierigenVerstandes prüft, als solch eine Erkenntnis unmittelbar zur !

Pflichterfüllung nöthig ist, wie uns Sokrates eia so glän- !

zendes Beispiel gegeben; anderseits aber, daß es alles, was E

da von der Natur der Dinge gesagt wird, als Wahrheit gel- ?

ten laßt, so ferne es nur das moralische Wol des Menschen '

nicht gefährdet. Hier also würde es als alleiniger Urtheils-sprecher zu viel einräumen, dort aber auf zu wenig dringen.

So würde denn jedes der drei Wahrheitsrichcer, wollte er >allein amtshanbeln und entscheiden, in der Gemeinschaft der ^Geister den Gang nach einer beglükenden Erkenntnis hemmen ioder doch wenigstens nicht fördern; aber im Vereine und bei Ieiner gegenseitigen Unterstüzung und Aufklärung übet jeder 'eine wolthakige Gewalt im allmäligen Enthüllen der ewigenWahrheit.

Von den Arien und Richterstülen sind verschieden dieKennzeichen oder Kriterien der Wahrheit. Es sind aberdiese Charaktere die oben angeführten sieben guten Eigen-schaften unserer Gedanken oder Erkenntniße und ihrer syste-matischen Inbegriffe: Klarheit nämlich und Deutlichkeit dereinzelnen Positionen und Definitionen, sodann Harmonie, !Ordnung und Zusammenhang aller Säze und Glieder einer sWissenschaft oder eines ErkcnntniskreiseS, zulezt Gründlich- '

keit und Consequenz im Einzelnen sowol als im Ganzen eines '

SistemeS. Die ersten zwei dieser alethognostischen Probesteine, ^Klarheit und Deutlichkeit, obwol in allen Stufen unsrerGedankenbildung anwendbar, berühren jedoch vornehmlich 1unsere Begriffe und deren Ausdruk; die Kriterien der >zweiten Reihe dagegen, Übereinstimmung und Zusammen-hang zu einem wolgeordneten Ganzen, sind vorzüglich einMaßstab für die Urtheile und Säze, sowie für ihre Ver-bindung zu einem systematischen Jübegriffe von Erkenntnißen,