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man mit gleichem Rechte von allen Individuen auf die Gat-tung, die mir ihnen identisch ist, aber nimmermehr kann manmit voller Sicherheit von dem einen Dinge auf sein Mitglied,seinen Gesellen in einer Wesenreihe, sein beigcordnetes Ding,oder von mehren Individuen auf die übrigen derselben Art,am allerwenigsten aber — wie es nur der Gemeine und Un-verständige gewohnt ist — von einem einzigen Glieds derBegriffskette auf das Ganze, auf die Gattung und das All-gemeine schließen.
Eine vierte bemerkenswerthe Art der Folgerung ist dasDilemma, zu deutsch der Dvppelsaz; z. B. Am Südpolunserer Erde liegt entweder noch unbekanntes Land oder jenetraurige Gegend ist nur mit Wasser und Eis bedekt. Gibtes nun dort nichts als gefrorne Berge und Klippen, so ist csjedem Schiffer unmöglich, daselbst neues Erdreich zu finden;sollte sich aber in jener kalten Zone wirklich noch ein vierterCosstinent ausbreiten oder große Inseln zerstreut liegen, sofind sie in dem unwirthbaren, ewig beschneiten Himmelsstrichesicher nicht bcwohnlich und ihre Entdekung daher ohne ma-terielen Nuzen. Es mag also in jenen schauerlichen Bezirkenunserer Erdkugel Land sein oder nicht, so wird jede For-schungsreise dahin, wenn man dabei nicht etwa auf wissen-schaftlichen Vortheil ausgeht, fruchtlos bleiben. — Wie ihrsehet, meine aufmerksamen Schüler! so beginnt diese Formzu schließen mit einem disjunktiven Urtheile; dann aber folgenzwei hypothetische, wovon jedes auf das eine der disjunktenGlieder sich bezieht: endlich schließt sie mit der Erklärung,daß in jedem der zwei zuerst aufgeführten, entgegengeseztenFälle das im zweiten und dritten Urtheil bestimmte Verhält-nis stattfindcn müße. Da cs zwischen zwei widersprechendenDingen kein Drittes, kein Mittel gibt, so wird der Schluß-saz — vorausgesezt daß die zwei Mittlern Glieder der Folge-rung richtig sind, ein apodiktisches Urtheil sein, das mit vol-ler Gewißheit ausgesprochen werden kann, und somit die ganzeArgumentation eine unumstößliche Beweiskraft haben. Die-