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Eine Logik für Schule, Haus und Leben : die in leicht verständlicher Sprache in das Reich des Wissens und Denkens führt, die Gymnasiasten für die höheren Studien vorbereitet, die Akademiker in den ihrigen unterstützt, und jedem, der sich über das Gemeine erheben will, Aufklärung und Bildung reicht
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des Ganzen bei; nun hat man in unserer Zeit hie und daauch den Kindern kleine Arbeiten übertragen; also verdankenwir in unserer Periode des Kunstfleißes auch sogar dieseneinen Beitrag zum öffentlichen Wolstande. Oder: Alle jungenMänner von Bildung und feiner Sitte sind zu einer uneigen-nüzigen Freudschaft geneigt; nun habe ich an euch, ge-liebte Schüler! schon oft Anstand und Politur bemerkt:also wird auch Jeder von euch mit einem Gleichgesinntengerne Freundschaft schließen. In diesen Folgerungen, Syl-logismen genannt, wird immer zuerst in einem allgemeinenUrtheile, einem generelen Saze irgend ein Verhältnis vonallen Dingen einer Gattung ausgesprochen; dann aber erklä-ren wir ein Ding als in den Kreis dieser Gattung gehörig:und dies erkennend halten wir uns zulezt für berechtigt zubestimmen und zu sagen, daß auch dies Ding jenes Verhält-nis oder Merkmal an sich trage; und in dieser Zusammenfü-gung des Allgemeinen und Jndividuelen, als eines Grundesmit seiner Folge, besteht die Natur des Syllogismus. DerAusdruk des allgemeinen Urtheils, die erste Prämisse, heißtder Obersaz oder als die Logiker noch lateinisch spra-und das Deutsche für unfähig hielten, einen klugen Gedan-ken auszudrüken die propomtia nmjor; das ausgespro-chene partikulare oder individuele Urtheil dagegen, die zweitePrämisse, heißt der Untersaz, propositio ininor; wor-auf wie in jeder Folgerung der Schluß saz folgt.

Im Syllogismus beginnt somit unser Denken bei einemallgemeinen Merkmale und steigt auf eine Art oder ein In-dividuum der zuerst benannten Gattung herab; wir gehenalso hiebei in einer Begriffsleiter immer den absteigendenoder progressiven Weg, wie ihr aus den angeführten Bei-spielen ersehen konntet. Nun gibt es aber auch Folgerungen,die vom Einzelnen beginnen, in der Begriffsleitcr aufsteigenund mit der Gattung schließen; z. B. Der Astronom beob-achtet den Merkur und die Venus, und findet an diesenWeltkörpern eine Rotation, Achsendrehung und eine Revolu-