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thar, Ludwig dem Deutschen und Karl dem Kahlen: alsowar jener Erbe Karls des Großen ihr Vater. Oder: Cyruslebte fünf Jahrhunderte vor Casar, also regi'rte er viel frü-her als dieser. Oder: Der vornehmste Schule» des Sokra-tes war Plato, also war Sokrates des Breitschultrigen Leh-rer. — Das erste Unheil nun, daS man beim Bilden einerFolgerung vorausschikt, heißt die Prämisse oder der Vor-dersaz, das zweite und lezte Unheil aber, in Worte ge-kleidet, wird der F olgesaz, Schlußsaz oder der Schlußim engeren Sinne des Wortes, auch bisweilen nach älteremGebrauche, die Consequenz genannt. Es sind aber ge-wöhnlich drei Urtheile in einer Folgerung verknüpft, die so-mit auch zwei Prämissen hat, wie ihr in den antitheti-schen Schlüßen sehen könnet, wovon ich euch einige Bei-spiele gebe. Friederich Rothbart lebte in der Mitte des zwölftenJahrhunderts; nun lesen wir in den österreichischen Chroni-ken, daß Heinrich Jasomirgott, der babenbergische Herzogdas Städtchen Vianen im Jahre lI66 zu seiner Residenzerhub: also waren diese beiden Männer Zeitgenossen. Oder:Die spanische Sprache hat viel Ähnlichkeit mit der lateinischen,ihrer Mutter; nun ist aber<uich die Sprache der Wallachenoder Romanen eine Tochter der lateinischen: also wird die ro-manische Zunge mit der spanischen in vielen Tönen und Fü-gungen Übereinkommen. Oder: Zweimal fünf sind zehn; achtund zwei sind auch zehn: also sind zweimal fünf so viel alsacht und zwei; oder: Die drei Winkel des Dreieks meßen zu-zusammen 18ü Grad des Kreises; zwei rechte Winkel habendasselbe Maß; also sind die Winkel des Dreieks gleich zweirechten. Und so unzälige Schlüße in der Mathematik.
Die merkwürdigsten Schlußformen aber sind der Syl-logismus, das Dilemma und der Sorites. Jene erstegehört noch zu den antithetischen Schlüßen, diese zwei lezterndagegen werden synthetische Ratiocinnien genannt; z. B.Jede Art erlaubter Thätigkeit in der bürgerlichen Gesellschaft,betreffe sie auch geringe Gegenstände, trägt zum Gedeihen