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nicht zu trennen; nun aber sehe ich seinen gefürchteten Stalin der Hand eines Andern; also wird mein theurer Streit-genoße wol schon todt sein. Der Schluß ist somit die Be-stimmung eines Verhältnißes der Dinge aus der Erkenntniseines andern.
Wir urtheilen also beim Schließen über einen Gegen-stand , nachdem wir vorher über seine Bedingung geurtheilt,das Verhältnis dieser bestimmt haben. Deshalb sind imSchlüße — dies Wort im weitern Sinne genommen, woman diese Verstandesoperation beßer die Folgerung nen-net, immer zwei oder mehre Urtheile mit einander verbunden;sodaß das lezte von dem ersten, wie das Bedingte von seinerBedingung, oder wie die Folge von ihrem Grunde abhangt;z. B. Die Jugend schwindet schnell dahin, wie der blüten-reiche Frühling; daß ihr daher im Gebiete des Wissens soeifrig vorzuschreiten gedenket, ist klug und lobenswerth aneuch. Oder wie der englische Dichter Aounz in seinen Nacht-gedanken sagt, da er die Thurmuhr schlagen hört: »Wir be-merken die Zeit nur aus ihrem Verluste, daß er ihr dahereine Zunge lieh, ist weise im Menschen." Oder: Niemandhat noch in der Welt etwas geleistet oder vvllführt, der dieAnstrengung scheute; deshalb bemühen sich die jungen Männeredleren Charakters mit Recht, ihren Geist auszubilden undsich für einen ehrenvollen Wirkungskreis im Leben zu be-fähigen.
Ein jeder Schluß oder jede Folgerung, werde sie nunentweder in Worten und Säzen ausgedrükt oder noch schwei-gend im Geiste — ihrer Geburtsstälte — zurükbehalten, be-steht ihrem Charakter und Wesen nach, als eine Zusammen-stellung mehrer Verhältnisbestimmungen der Dinge, aus we-nigstens zwei Urtheilen oder Säzen. Dies trifft sogar öeiden allereinfachsten, bei den sogenannten thetischenSchlüßen zu, die oft nichts als eine Umkehrung oder ein an-derer Ausdruk desselben VerhältnißeS sind, z. B. Ludwig derFromme hinterließ das fränkische Reich seinen Söhnen Lo-