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mitative genannt wird, sind somit Sezung und Aushebungdesselben Verhältnißes in einem und demselben Ding- ver-bunden, wo sie — indem sie sich in ihren Träger theilen —mit einander bestehen und sich in ihrem Inhaber einschließen,dabei aber auch sich gegenseitig begrenzen oder beschränken;in den gegebenen Beispielen Berg und Ebne, Verstand undUnverstand, Gelehrsamkeit und Aufklärung. Im disjunktivenUrtheile dagegen ist das Positive und Negative eines Dinges,wie Sein und Nichtsein, von einander getrennt, und das einesteht dem andern so feindselig gegenüber und jedes will dasganze Ding so für sich allein einnehmen, daß sie in demsel-ben beide mit einander nicht bestehen können, sondern sich ge-genseitig aus sch ließen, in den gegebenen Beispielen Glükund Unglük im Menschen, der gemeinsame und nichtgemein-same Ursprung der Sprachen, die Kenntnis und Nichtkennt-nis Amerikas bei den Indiern. — Durch ein disjunktivesUrtheilen erzeugen wir disjunkte Begriffe, wie die so ebengenannten sind, oder wie thätig und unthätig, reich und nichrreich, mächtig und ohnmächtig. Von diesen Vorstellungen,die einander widersprechen, müßen wir wol unterscheidendie disparaten Begriffe, die einander nur widerstrei-ten. Jene bilden immer den grellsten oder schroffesten Ge-gensaz, den wir im Kreise unsers Denkens finden können,sie bilden einen Widerspruch; sodaß es zwischen diesenwidersprechenden Vorstellungen oder Dingen kein Drittes oderMittel gibt, z. B. weiß und nicht weiß; während die dis-paraten Vorstellungen die Möglichkeit für solch ein Mitteloder ein ihnen anzureihendes Dritte offen laßen; z. B-weißund schwarz, zwischen welchen Ertremen die graue und alleandern Farben liegen. Die Objekte zweier disparaten Be-griffe, durch die Conjunktion »oder« verbunden, heißen a l-ternative Dinge; daher sagt man: Jemanden eine Alter-native stellen, wie die edle Spartanerin ihrem in den Kampfziehenden Sohne zum Abschied zurief: »Auf oder mit demSchilde!« — Diese Alternativen kommen im gemeinen Le-