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ten Verhältaißes der Dinge, und es bleibt sodann diese Be-stimmung entweder in unserem Geiste, der bewundernswer-rhen Werkstätte deck Denkens verschloßen, wird in unseremverborgenen Innern nur stillschweigend unternommen, obwolwir sie in geheimer Rede zu uns selber sagen; oder aber wirsprechen sie für Andere vernehmlich mit Worten aus, wo so-dann unser Unheil eine Äußerung, Bemerkung, einSaz, und wenn es mit dem Ansprüche auf Wahrheit her-vortritt, eine Behauptung genannt wird. Betrachten wir,um noch einige Beispiele anzuführen, im Herbst das reine,wolkenlose Firmament, das sich so schön, so erhaben über un-serem Haupte wölbt, so machen wir die Bemerkung: Derherbstliche Himmel schmükt sich in jedem Jahre mit einerdunkleren Bläue als im Sommer. Bewundert der Fremdein Wien den Stefansthurm, so ruft er aus: Der Thurmsteigt in die Lüfte empor wie ein Obelisk der alten Egip-ter: — wie kühn er seine Zaken gen Himmel erhebt, wieherrlich an seiner weithin schauenden Spize der goldene Ad-ler glänzt! — Hierauf bemerkt der einheimische Führerdes Fremden: Dies Riesenwerk, dies schöne Denkmal einerkräftigen Zeit, wurde vor fünf hundert Jahren unter Rudolfdem Vierten von Oktavian Falkner erbaut und stehet jeztnoch in feiner schimmernden Hoheit. — In all diesen Äuße-rungen sehen wir ein erkanntes Verhältnis des Thurmes aus-gesprochen, deßen Gedanke sich im Innern eines Menschen-geistes bildet und durch seine Verlautbarung auch andere ver-ständige Wesen dahinbringt, diese Verhälmiße wahrzunehitienund zu würdigen.
Bringt aber da Jemand einige Worte in Form einesSazes vor, ohne dabei zu denken, somit ohne irgend einVerhältnis der Dinge selber durch seinen eigenen Verstandzu erkennen, so ist der ausgesprochene Saz nur das Werkseinsr Erinnerung, seiner Fantasie, seiner Übereilung oder sei-nes Eigendünkels, und dabei nur das Produkt seines Mun-des, ist nur die hole Fon« eines Urtheils> der keine Sub-