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Eine Logik für Schule, Haus und Leben : die in leicht verständlicher Sprache in das Reich des Wissens und Denkens führt, die Gymnasiasten für die höheren Studien vorbereitet, die Akademiker in den ihrigen unterstützt, und jedem, der sich über das Gemeine erheben will, Aufklärung und Bildung reicht
Entstehung
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lichen Gebrauch im gemeinen Wirken und Streben genug.Jezt aber, da ihr in ein höheres Gebiet geistigen Lebenstreten, und hiezu die Natur des Denken kennen lernen sol-let, ist es begreiflich, daß ihr euch nach einer förmlichen Er-klärung, oder gelehrt zu sprechen, nach einer Definitiondes Denkens sehnet, die euch da nicht blos eine klare, son-dern sogar eine deutliche Vorstellung von diesem edlen Akteder Vernunftmesen geben kann. So höret denn, meineFreunde! Denken ist das erkennende Verbindenund Trennen unserer Wahrnehmungen. Wirmüssen nämlich wie ich schon vorhin gesagt um zu den-ken, zuerst etwas wahrnehmen, d. i. durch unsere Sinne auf-fassen. Ehe wir z. B. über die Abwechslung von Tag undNacht, von Winter und Sommer Nachdenken können, müs-sen wir diese Abwechslung erst mit ihren Erscheinungen undWirkungen bemerken, beobachten, und dadurch in Erfahrungbringen. Haben wir nun mehrere außer uns liegende Ge-genstände durch den Sinn in uns ausgenommen und darinbesteht das Wahrnehmen so sind wir hierauf im Standediese Erwerbungen zu neuen Verstellungen und Kenntnissenzusammen zu setzen und unS daraus Gedanken zu bilden.Haben wir z. B. die verschiedene Höhe der Sonne am Mit-tag bemerkt, so können wir diese Entdekung mit dem wahr-genommenen Wechsel der Jahrszeiten und der Temperatur inVerbindung bringen, und so finden wir darin den Grunddieser Abwechslung. Das hat schon der große Redner undFilosof des alten Roms, der berühmte Cicero erkannt, in-dem er sagte: »Nichts ist im Verstände, was nicht früher imSinne war." Und in der That, nicht blos der Gedanke son-dern auch der Verstand selbst, das Vermögen ihn zu formenoder zu erzeugen, ist im Sinne so eingeschloffen, wie es dasgeistige Leben im Körper ist. Deshalb bewegt sich auch allunser Denken beständig im Gehäuse unserer Wahrnehmungenund Erinnerungen, im reichen Vorräte der durch den äußerenSinn gewonnenen Vorstellungen, die durch den inneren Sinn