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tigkeit, die den Träger in allen Dingen seines ErfahrungS-und Wirkungskreises richtig denken läßt, sodaß er nach undnach — ohne es zu wollen — eine natürliche Logik sichzu eigen macht, die ihm in seiner Sfäre eine untrüglicheLenkerin aller Schritte ist. Will aber Jemand über das All-tägliche und Niedere sich erheben, will er etwa durch diefruchtbringenden Bezirke der nüzlichen oder die reizendenGauen der schönen Kunst in das Gebiet der Wissenschaftemporsteigen, so reicht die wolthätige Führerin Natur, anderen Hand er bisher ruhig und zufrieden den richtigen Wegdurch's Leben ging, ohne es selber zu wissen, nicht mehr aus.Denn jezt, da er höhergekommen, daer eine Region betreten,die über den Köpfen der Andern liegt, wo er in Gefahrschwebt zu straucheln und in Jrrthum zu verfallen, jezt mußer die Abgründe kennen lernen, die ihn bedrohen, jeztmuß er eine genaue Bekanntschaft mit der rechten Bahn, so-wie einen festeren Teilt, eine größere Sicherheit in sei-nen Schritten zu erlangen suchen, um die ersehnte Höhe deSWissens zu erklimmen und darauf ohne Fehltritt fortzuwan-deln. Diese deutliche Kenntnis des Weges, diese Sicherheitim Geistesgange, dies volle Bewußtsein des unfehlbarenSchrittes ertheill ihm die Logik, die Wissenschaft vom Denkenund einem richtigen Verstandesgebrauch in jedem Geschäftedes Lebens so gut als in >edem der gelehrten Fächer; unddeshalb ist diese Disciplin für all Diejenigen, die auch nurein wenig höher streben als der gewöhnliche Mensch, unentbehr-lich; für Alle aber, auch die Gemeinsten, von großem Nuzen,und daher für jeden Menschen ohne Ausnahme eine schäzbareErwerbung.
«Was Denken heißt,- fuhr Noema nach einer kleinenPause fort, »ist wol jedem aus euch ohne Belehrung so weitbekannt, daß er diese wunderbare Art des noischen Lebensvon den übrigen Funktionen unseres»Geistes, vom Sehen undHören, vom Erinnern und Einbilden, vom Gefühle und demBewußtsein unterscheidet; und das wäre wol für den alltäg-