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kanntem Kritisch-exegetischen Kommentar ein hervorragenderMitarbeiter ist. Mehrere seiner Werke, „Das Leben Jesu,“die „Biblische Theologie des Neuen Testaments“ und die „Ein-leitung in das Neue Testament“ sind auch in die englischeSprache übersetzt worden.
Das kirchenhistorische Gebiet ist vertreten durchDeutsch,den Monographen Abälards, Nikolaus Müller, den Nach-folger des Archäologen Piper und Mitarbeiter an der grossenWeimarer Lutherausgabe, sowie seit 1889 durch den Nach-folger Semisehs, Adolf Harnaek, welcher trotz heftigerGegenagitation berufen wurde. Der Sohn des lutherischenDorpater Theologen ist bedeutend als Forscher auf dem Ge-biet des Urchristentums wie als Dogmenhistoriker. Mit v.Gebhardt und Zahn gab er u. a. heraus patrum apostolico-rum opera. Die systematische Theologie anlangend, so wurde1876 Otto Pf leid er er ‘aus Jena als Nachfolger Twestensberufen. Der hervorragende Religionsphilosoph gehört zurneuhegelschen spekulativen und kritischen Schule, ist ausge-zeichnet durch Klarheit und Durchsichtigkeit seiner Dar-stellung und warmes religiöses Gefühl. Der ordentliche Ho-norarprofessor, jetzige geistliche Vicepräsident des Evang.Oberkirchenrats, Hermann von der Goltz, schrieb u. a.über „Die Grenzen der Lehrfreiheit.“ Für Adolf Schiatter,Verfasser von „Der Glaube im Neuen Testament“ sowie der„Erläuterungen zum Neuen Testament“, wurde 1893 einneuer Lehrstuhl errichtet. Ein selbständiger Schüler Ritschlsist der Nachfolger Dorners, Julius Kaftan, welcher überdas Wesen und die Wahrheit der christlichen Religion schrieb.Schliesslich sei noch genannt der Religionsphilosoph Runze,seit 1890 ausserordentlicher Professor, welcher u. a. schrieb„Schleiermachers Glaubenslehre in ihrer Abhängigkeit vonseiner Philosophie.“ Die praktische Theologie ist nebenKleinert, dem bewährten Mitgliede des Kirchenregiments, undPfieiderer vertreten durch den 83jährigen Franz Ludwig.Stein meyer, welcher 1858 aus Bonn kam. Der Heraus-geber der Beiträge „Zum Schriftverständnis in Predigten,“„Zur praktischen Theologie,“ „Zur Christologie“ dürfte jetztwohl der Senior unter allen deutschen Universitätstheologensein.
Wir stehen am Schlüsse unsrer Darstellung, die uns ver-schiedene theologische Richtungen vor die Augen geführt hat.In dem kürzlich aus dem Nachlass veröffentlichten Werke„Geschichte und Kritik der neueren Theologie“ widmet derselige D. Frank in Erlangen dem „negativen“ TheologenBiedermann, von dem ihn die allerwesentlichsten theologi-schen. Differenzen scheiden, eine warme Anerkennung, wieer auch über das persönliche Christentum desselben wie über