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Die theologische Fakultät der Universität Berlin in Vergangenheit und Gegenwart
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Kritiker, in seiner Wahrheitsliebe entschieden und bescheidenzugleich, nach seinen eignen WortenGottes W'ort undheilige Schrift nicht identifizierend, aber als die Aufgabe be-trachtend, das Wort Gottes in der heil. Schrift zu erkennen.Schleiermacher äusserte über ihn :Meinem Freunde ist dasCharisma der Einleitung in die heiligen Schriften verliehen.Der enge Verkehr, welchen Bleek als Privatdozent mit demeinstigen Lehrer pflegte, erregte das Misstrauen der Polizei :erst gegen Ende 1823 empfing er die amtliche Anzeige seinerbereits 1821 vollzogenen Ernennung zum Professor.

Hierher gehört auch als einer der treuesten und begei-stertsten Schüler, der dem Meister in seinerGeschichte derPredigt von Mosheim bis Schleiermacher ein Denkmal setzte,der Bonner Professor Karl Heinrich Sack, Verfasser einerApologetik und Polemik, Sohn des mit dem jungen Charite-prediger Schleiermacher väterlich befreundeten ersten Hof-predigers und spätemBischofs in Berlin, wo er vor seinerBerufung an die am Rhein neugegründete Hochschule kurzeZeit habilitiert war. Ueber ihn urteilt GeneralsuperintendentErdman:Er war gleichmässig im theologischen Lehrberufe,im praktischen Kirchendienst und im kirchenregimentlichenAmte einer der edelsten und würdigsten Repräsentanten derpositiv gläubigen Theologie.

Ferner ist zu nennen Sacks Neffe, der KönigsbergerDogmatiker und Kirchenhistoriker E r b k a m, welcher, durchden Oheim an Schleiermacher empfohlen, in des letztemHause viel verkehrte und die Familienfeste mit Gelegenheits-gedichten erhöhen half. Die vom Verfasser derGeschichteder protestantischen Sekten im Zeitalter der Reformation,welcher bis 1848 auch zehn Jahre in Berlin lehrte, zu Schleier-machers hundertjähriger Geburtstagsfeier am 21. November1868 gehaltene akademische Festredegehört unstreitig zuden gediegensten und trefflichsten Kundgebungen über Schleier-machers Bedeutung für die Entwicklung der neuern Theo-logie.

Wäre der Raum weiter bemessen, so könnten noch vielefür das Leben der Kirche wie für die Entwicklung der Wis-senschaft bedeutungsvolle Theologen genannt werden, welchevon Schleiermachers hohem Geist in mehr oder weniger aus-geprägter W eise angeregt und gefördert, beeinflusst und be-stimmt worden sind. Der Rationalismus behauptete, dassSchleiermacher der Vernunfteinen Schleier mache. Seinverbissenster Epigone, Röhr, hat als Generalsuperintendentzu Weimar in derkritischen Predigerbibliothek, dem Organdes Rationalismus, über Schleiermacher geurteilt, er sei einKirchenlehrer ohne Christentum und ein Dozent der Theolo-gie ohne Religion gewesen. Von Hase, dem wahrlich nicht