hat sie mir entrissen, nun höre er meine Worte! Er ist meinSchöpfer, ich weiß es. Er hat mich wie Milch gemolken undmich wie Käse gerinnen lassen, ich gebe es zu. Aber was istmit ihm, und wo wäre er ohne uns, die Väter und mich?Ist er kurz von Gedächtnis? Hat er vergessen des MenschenOual und Mühsal um seinetwillen, und wie ihn Abramentdeckt und heroorgedacht, so daß er mochte seine Fingerküssen und rufen: .Endlich werde ich Herr und Höchster ge-nannt!' Ich frage: Hat er des Bundes vergessen, daß er mitseinen Zähnen auf mich knirscht und sich gebärdet, als wäreich sein Feind? Wo ist meine Übertretung und Missetat?Er zeige sie mir! Habe ich den Landesbaalen geräuchert undden Gestirnen Kußhände geworfen? Es war kein Frevelin mir, und mein Gebet war rein. Was leide ich Gewalt stattGerechtigkeit? Er zerscheitere mich doch gleich in seinerWillkür und werfe mich in die Grube, denn es ist ihm einkleines auch ohne Recht, und ich begehre, nicht mehr zuleben, wenn es Gewalt gilt. Spottet er des Menschengeistes,daß er im Übermut umbringt die Frommen und Bösen?Aber wo wäre denn er auch wieder ohne den Menschengeist?Eliezer, der Bund ist gebrochen! Frage mich nicht, warum,denn ich müßte dir traurig antworten. Gott hat nichtSchritt gehalten — verstehst du mich wohl? Gott undMensch haben einander gewählt und den Bund geschlossen,auf daß sie recht würden einer im anderen, was sie sind,und heilig würden einer im anderen. Ist aber der Menschzart und fein worden in Gott, von gesitteter Seele, undGott dagegen mutet ihm zu einen Wüstengreuel, den er nichtannehmen kann, sondern muß ihn ausspeien und sprechen:,Es ist nichts für mich', — dann erweist sich, Eliezer, daß
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