Erstes Kapitel: Thot
Von der Schönheit
Da heißt es nun: Joseph war siebzehn Jahre alt, da erein Hirte des Viehs ward mit seinen Brüdern; und derKnabe war bei den Kindern Bilha's und Silpa's, den Weibernseines Vaters. Das ist richtig, und was hinzugefügt wurdeim Schönen Gespräch: daß er vor ihren Vater gebracht habe,wo ein bös Geschrei wider die Brüder war, davon kennenwir Proben. Ohne Schwierigkeit ließe sich ein Gesichts-winkel finden, unter dem gesehen er ein unausstehlicherBengel war. Es war der Standpunkt der Brüder. Wirkeilen ihn nicht, oder verlassen ihn sofort, nachdem wir ihneinen Augenblick eingenommen; denn Joseph war mehr.Die Angaben aber, exakt wie sie sind, bedürfen eine nach deranderen der Erläuterung, damit die Sachlage deutlich werdeund recht aufgehe, was eng zusammengeschrunipft durchGewesenheit.
Joseph war siebzehn Jahre alt und in den Augen aller,die ihn sahen, der Schönste unter den Menschenkindern.Ofsengestanden sprechen wir nicht gern von Schönheit.Geht nicht Langeweile von dem Wort und Begriffe aus?Ist Schönheit nicht ein Gedanke erhabener Blässe, ein Schul-meistertraum? Man sagt, sie beruhe auf Gesetzen; aber das