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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
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Drittes Kapitel: Joseph und Benjamin

Der Adonishain

Eine halbe Stunde Weges von Jaakobs lockerer Siede-lung, von seinen Zelthütten, Ställen, Pferchen und Vorrats-schuppen gegen die Stadt, gab es eine Schlucht, die ganz mitstarkstämmigein Myrtengebüsch, krüppelwaldartig, gefülltwar und den Leuten von Hebron als Hain der Astaroth-Jschkaroder mehr noch ihres Sohnes, Bruders und Gatten, desTammuz-Adoni, heilig galt. Angenehme, wenn auch imSommer hitzige Bitternis erfüllte da die Luft, und die würzigeWildnis war nicht undurchdringlich, sondern ein Gewirrkrummer Zufallsöffnungen, die man für Pfade halten konnte,führte überall darin herum, und steuerte man gegen den tiefstenPunkt der Mulde, so fand man eine gewiß durch Rodungentstandene Freiheit mit Heiligtum: ein übermannshoher,vierkantiger Steinkegel, in den Zeugungssymbole eingeprägtwaren, eine Masfebe, war, selbst wohl ein Zeugungssymbol,inmitten der Lichtung errichtet, und auf ihrem Sockel fandensich Weihgaben niedergelegt, irdene Gefäße, mit Erde gefüllt,aus der es weiß-grünlich keimte, und künstlichere Dinge dieserArt: zum Viereck verleimte Holzlatten, mit Leinwand be-spannt, von der eine unförmige grüne Menschengestalt, ge-wickelt, wie es schien, sich sonderbar abhob; denn die spen-