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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
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ergreifend genug, und jedermann, bis auf den Großknecht,mied voller Scheu und Ehrfurcht die Stätte dieser Preis-gabe. Jaakobs Leib war ja nicht mehr der des zart-rüstigenJungmannes, der am Jabbok unbesiegt mit dem rinds-äugigen Fremden gerungen und mit der Unrechten diewehende Nacht verbracht; auch dessen nicht mehr, der spätmit der Rechten den Joseph gezeugt. An siebzig Jahre,nicht wohl vermerkt durch rechnende Aufmerksamkeit, abersachlich wirksam, waren darüber hingegangen und hattenihm die rührend-abweisenden Verunstaltungen des Alterszugefügt, die seine Bloßstellung so schmerzlich machten.Jugend zeigt sich gern und freimütig nackend; sie hat dasgute Gewissen ihrer Schönheit. Alter verhüllt sich in wür-diger Scham und weiß, warum. Diese von der Hitze gerötete,mit weißem Haar bewachsene und, wie es bei Jahren geht,in ihrer Form schon dem Weiblichen sich annähernde Brust,diese entkräfteten Arme und Schenkel, die Falten dieses er-schlafften Bauches enthüllt zu sehen, war niemandes Sacheals eben etwa des alten Eliezer, der es mit Ruhe nahm undkeinen Einspruch dagegen erhob, da er die Kundgebung desHerrn nicht stören mochte.

Noch weniger war er der Mann, den Jaakob an seinenübrigen, das Maß des in schwerer Trauer Üblichen nichtüberschreitenden Maßnahmen zu hindern: besonders an demAufenthalt auf dem Kehrichthaufen und der immer er-neuerten Besudelung mit der Asche, die sich mit Schweißund Tränen mischte. Diese Dinge waren zu billigen, undEliezer ließ es sich nur angelegen sein, über dem Bußortein notdürftiges Schattendach zu errichten, damit in denHochstunden des Tages die Tammuz-Sonne ihnen nicht