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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
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starren Schleierfetzen in Händen, an dem Orte stehen lassen,wo sie ihn getroffen, vor seinem härenen Hause, und sich aufdie Weise gedrückt, daß sie zuerst ein paar gewaltsam langsameSchritte getan und dann aus allen Kräften losrennend dasWeite gesucht hatten. Niemand weiß, wie lange er dort ge-standen und auf das Wenige nicdergeblickt hatte, was, wieer allmählich hatte verstehen müssen, auf dieser Welt vonJoseph übriggeblieben war. Dann war er jedenfalls umgefal-len, denn auf dem Rücken liegend fanden ihn vorüberkom-mende Frauen: Weiber der Söhne, die Sichemitin Buna,Schimeons Gespons, und dasjenige Levi's, die sogenannteEnkelin Ebers. Diese nahmen ihn erschrocken auf und trugenihn ins Zelt. Was er in Händen hielt, belehrte sie rasch überdie Ursache seines Falles.

Es war aber keine gewöhnliche Ohnmacht, in der er lag,sondern eine Art von Starre, von der jede Muskel und Fiberergriffen war, so daß man kein Gelenk hätte biegen können,ohne es zu zerbrechen, und die seinen Körper völlig versteinte.Die Erscheinung ist selten, tritt aber als Rückwirkung aufaußerordentliche Zumutungen des Schicksals zuweilen aufund kommt einer Art von Sperrkrampf und verzweifelt-trotziger Verstockung gegen das Unannehmbare gleich, diesich nur langsam, spätestens aber in einigen Stunden löst,kapitulierend gleichsam vor der unerbittlich anstehenden Lei-denswahrheit, der nun einmal Zutritt und Einlaß gewährtwerden muß.

Die von allen Seiten zusammengelaufenen und herbeige-holten Hofleute, Männer und Weiber, beobachteten furcht-sam diese Erweichung eines zur Salzsäule Gewordenen zueinem dem Elende offenen Jammermann. Er hatt-e noch