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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
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wohl auch noch die Brüder erretten und sie heraushauen ausder Drangsal: Viel würde sein Work dann gelten, und erwürde es brauchen, die Brüder zu entschuldigen und die Schuldzu verteilen auf alle, sogar auf den Vater auch, so daß es eingroßes Einsehen und gegenseitig Verzeihen geben und Ge-rechtigkeit walten sollte für immer.

So suchte Rüben sein pochendes Herz zu stillen und sich zutrösten ob der lebenstrüben Mischung seiner Beweggründe;und kam zum Abhange und zum Gemäuer, da blickte er umsich, ob niemand ihn sähe, nahm Strickwerk und Rock undstieg hinab auf den Kanten seiner Füße zu den schlechten, vonFeigenschößlingen versperrten Stufen ins Brunnenhaus.

Die Sterne schienen hinein ins brüchige Fliesengelaß, dochnicht der Mond, und Re'uben sah vor sich nieder, daß er nichtstrauchele, zog aber schon die Luft ein in seine bedrängte Brust,um heimlich-dringlich damit zu rufen:Joseph! Lebst du?",in leidenschaftlicher Freude auf des Bruders Antwort, inangstvoller Sorge, es möchte keine erfolgen, da schrak erzusammen, daß es ihn nur so riß und der innige Ruf zumheisern Schreckenslaut wurde. Er war nicht allein hierunten. Es saß einer da und schimmerte weißlich im Sternen-schein.

Wie war das? Einer saß neben dem Brunnen, und der warabgedeckt: Der Brunnenstein lag in zwei Hälften auf denFliesen, eine über der anderen, und darauf saß Einer imMäntelchen, auf seinen Stab gestützt und blickte dem Rübenstillen Mundes aus schläfrigen Augen entgegen.

Die Glieder vom Stolpern verstellt, stand der große Rübenund starrte auf die Erscheinung. Er war so verwirrt, daß ihmeinen Augenblick der Gedanke kam, er sähe Joseph vor sich.