nun, wider alle Handelsvernunft, das Verkäufliche schlechtmachen müssen vor den Ohren derer, denen man's anzu-hängen gedachte! Das war den Jaakobssöhnen noch nichtpassiert, und sie schämten sich solchen Narrentums. Aber esschien eben, daß man aus den Zwicklagen nicht heraus-kommen sollte in Anbetracht Josephs. Kaum war die einegeöffnet, so stak mau in einer andern.
Juda übernahm es, die Handelsehre aus dieser Klemme zuretten. Er sagte:
„Nun, nun, der Wahrheit die Ehre, das Strafmaß magüber die Schelmerei wohl etwas hinausgegangen sein undkönnte irreführen über den Sachwert, wir wollen das gut seinlassen. Wir Söhne des Herdenkönigs sind etwas jähe undhitzige Herren, streng und allenfalls einmal überstreng imAhnden von Sittenverletzung und, wie wir einräumten, einwenig handfest und unerbittlich in unseren Entschlüssen. DieFehltaten dieses Hundejungen waren, einzeln genommen,nicht allzu erheblich; nur ihre Häufung und Aufrechnung gabuns zu denken und bestimmte die Schärfe der Strafe, auswelcher ihr auf unsere Sorge um den Sachwert des Knechtesschließen mögt, aber aus dieser wiederum auf den Wert. DennVerstand und Anstelligkeit des Buben sind nennenswert, undgesäubert von Sittenwidrigkeit, wie er nun dasitzt dank unsererStrenge, ist er ohne Zweifel ein nützliches Gut, wie ich dochzur Steuer der Wahrheit möchte festgesetzt haben", schloßJehuda; und Dan schämte sich nicht wenig vor ihm ob seinermißratenen Spitzfindigkeit, war aber froh, daß Lea's Sohndie Klemme so weise zu öffnen gewußt hatte.
Der Alte machte „Hm, hm" und blickte zwischen Josephund seinen Brüdern hin und her, wobei er nicht aufhörte, den