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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
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verbracht hatten, bis man sie fand. Das war gut zu wissen,denn es bot Spielraum der Hoffnung. Das war widrig zuwissen, denn die Hoffnung war unsinnig und sprach wider sichselbst. Selten gab es eine solche Zwicklage, und wer hiernur der Leiden Josephs gedächte, der übte Begünstigung.

An diesem Nachmittag nun saßen die Gequälten am Ortder Verprügelung unter den roten Bäumen, dort, wo siekürzlich von Lamech, dem Helden der Vorzeit, geredet und sichvor ihm geschämt hatten, was sie lieber nicht hätten tunsollen. Sie saßen zu achten, denn zweie fehlten: Naphtali,der Geläufige, der sich irgendwo in der Gegend umhertrieb,um vielleicht eine Neuigkeit in Erfahrung zu bringen unddann das Wissen davon ausgreifend von Orr zu Ort zuverpflanzen, und Rüben, der schon von früh an ab-gängig war. In Geschäften, wie er zwischen den Zähnen er-klärt hatte, war er hinauf nach Dotan gegangen, um Pro-dukte der Wirtschaft gegen Brotfrucht und auch gegen einigenWürzwein einzutauschen, nach seinen Worten; und besondersin Hinsicht auf diesen hatten die Brüder Rubens Geschäfts-gang gebilligt. Gegen ihre Gewohnheit sprachen sie indiesen Lagen alle begierig dem Myrrhenwein zu, den manzu Dotan herstellte und der stark und betäubend war und dieGedanken verwischte.

Unter uns gesagt, hatte Rüben sich zu ganz andrem Be-treiben von ihnen getrennt und mit dem Würzwein nur des-halb gewinkt, um ihnen seinen Weggang recht schmackhaftzu machen. In dieser Nacht, da der große Rüben sich schlafloswälzte, war sein Entschluß, sie alle zu hinkergehen und Josephzu retten, in ihm zur Reife gediehen. Drei Tage hatte er'sausgehalten, daß er, der in lichten Spuren ging, daß Jaakobs-? i-J.