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Jahrtausende, von der diese sachliche Darstellung sich freizu-halten sucht) sollte sich vor so einseitiger Stellungnahme hüten,denn er dachte anders. Sie waren in all dies nur so hinein-geraten und wären lieber nicht drin gewesen, das darf manglauben. Zwar wünschten sie mehr als einmal in diesen pein-lichen Tagen, die Sache möchte doch lieber auf Anhieb zuEnde geführt und gründlich bereinigt worden sein, und zürntendem Rüben, der es vereitelt hatte. Aber das düstre Bedauernkam nur aus der Zwicklage, in der sie staken, einer dieser Ge-fangenschaften und ausweglosen Verlegenheiten, wie sie dasLeben erzeugt und das Brettspiel in reinem Abbilde vorAugen führt.
Der große Rüben stand keineswegs allein mit dem Wunsch,das Rahelskind aus der Grube zu retten; vielmehr war keinerunter den Brüdern, der nicht alle paar Stunden von diesemWunsche bis zu jäher Zappugkeit wäre ergriffen worden.Aber war es denn möglich? Das war es leider nicht, — undder hastige Entschluß starb hin unter dem unerbittlichen Ein-spruch der Vernunft. Was denn mit dem Träumer beginnen,wenn man ihn dicht vorm Verschmachten würde heraus-gezogen haben? Da war eine Mauer und kein Ausweg; ermußte drin bleiben. Sie hatten ihn nicht nur hineingeworfen,sondern ihn auch auf alle Weise ans Grab gebunden und seinErstehen schlüssig verhütet. Er war logisch tot, und es galtuntätig abzuwarten, daß er es wirklich sein werde, — eine ent-nervende Aufgabe und noch dazu von unscharfer Begrenzung.Denn für die bedauernswerten Männer handelte es sich janicht um „drei Tage". Sie wußten nichts von drei Tagen.Dagegen wußten sie von Leuten, die sich in der Wüste verirrtund sieben, ja zweimal sieben Tage ohne Nahrung und Wasser