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verfrüht. Recht so, die eine Hälfte ist abgetan. Beseitigt nunauch die andre mit euren jungen Armen und legt sie zu ihrergrünlichen Schwester auf die Fliesen nieder! Nun? Lacht euchdas Rund des Wassers in Klarheit, und ist rein der Spiegel?"
Sie standen um den Brunnen herum auf der niedrig um-laufenden Stufe und neigten sich über die Tiefe.
„Der Brunnen ist dürr", sagte der Eidam, ohne den Kopfnach dem Alten zu wenden, sondern indem er fortfuhr, hinab-zublicken. Und da er es gesagt, spitzten alle die Ohren. EinWimmern drang aus der Tiefe.
„Es kann doch wohl nicht sein", sprach der Alte, „daß esaus diesem Brunnen wimmert. Ich traue meinen Ohren nickt.Laßt uns durch vollkommene Bewegungslosigkeit tiefe Stilleschaffen und lauschen, ob sich der Laut durch Wiederholungbestätigt!"
Es wimmerte wieder.
„Jetzt bin ich gezwungen, meinen Ohren zu trauen", ent-schied der Alte, stand auf und trat auf die Rundstufe, indemer mit den Armen diejenigen beiseite schob, die ihm im Wegewaren, um seinerseits in die Grube zu spähen.
Die anderen warteten aus Höflichkeit, daß er sich äußere,aber seine Augen waren schon trübe, und er sah nichts.
„Siehst du etwas, Mibsam, mein Eidam?" fragte er.
„Ich sehe", durfte dieser nun antworten, „ein Weißliches aufdem Grunde, das regt sich und scheint ein gegliedert Wesen."
Kedar und Kedma, die Söhne, bestätigten diese Wahr-nehmung.
„Erstaunlich!" sagte der Alte. „Ich verlasse mich aufeuren Scharfblick und will's anrufen, ob es uns antworte. —Heda!" rief er mit angestrengter Greisenstimme in den