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„Mein Kleid!" hatte er aufgeschrien und in bedeutendemSchrecken gebettelt: „Zerreißt es nicht!" Ja, sie hatten esihm zerrissen und abgerissen, das Mutterkleid, das auch desSohnes war, so daß beide es trugen im Austausch und einswurden durch den Schleier, Gott und Göttin. Entschleierthatten die Rasenden ihn ohne Erbarmen — wie Liebe dieBraut entschleiert im Bettgemach, so hatte ihm ihre Wutgetan und hatten ihn nackend erkannt, so daß Todesschamihn durchschauert hatte. In seinem Geist wohnten die Ge-danken „Entschleierung" und „Tod" nahe beisammen, —wie hätte er nicht in Ängsten die Fetzen des Kleides an sichhalten und bitten sollen: „Zerreißt es nicht!", und wie hättenicht zugleich Verstandesfreude ihn erfüllen sollen über dieBewährung, die jene Gedankenverbindung durch das Ge-schehen erfuhr, darin sie sich vergegenwärtigte? Keine Notdes Fleisches und der Seele konnte die Aufmerksamkeit seinesGeistes ertöten auf die sich häufenden Anspielungen, mitdenen das Geschehen sich als höhere Wirklichkeit, als durch-sichtig und urgeprägt, als Gegenwart im Umschwung, kurzals gestirnhaft zu erkennen gab. Und diese Aufmerksamkeitwar sehr natürlich, da es um Sein und Selbigkeit gingbei den Anspielungen, um den Durchblick seines Ich, den erdem Rüben neulich zu dessen größter Verblüffung ein weniggeöffnet hatte und der sich im Gang der Geschehnissemehr und mehr erhellte. Er hatte jammervoll aufgeweint,als der große Rüben seine Zustimmung gegeben hatte, daßman ihn in die Grube würfe; im gleichen Augenblick aberhatte sein Verstand gelacht wie über einen Witz, denn dasgebrauchte Wort war geladen mit Anspielungen: „Bor"hatten die Brüder gesagt in ihrer Sprache und hatten