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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
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Umkehrung der bisherigen Voraussetzung seines Lebens, daß er ! M H

seinerseits auf niemanden Rücksicht zu nehmen brauche, weil r'B

jedermann ihn mehr liebe als sich selbst. Nun war es an dem, AA

daß man auf ihn nicht mehr Rücksicht zu nehmen brauchte, «Ai"

und diese Erfahrung bestimmte den Gang jener Schattenund Bässe seiner Gedanken, die unter den oberen und mitt- «Om

leren liefen und, je schwächer er wurde, ein desto sonoreres «OK

Übergewicht über die Oberstimmen gewannen. MtzUi

Sie hatten aber schon früher, zusammen mit den anderen, M N

ihren Gang angetreten: Schon gleich, als das Heraus- Mk

gefordert-Ungeahnte Wirklichkeit geworden, als er, vonKopfnüssen und Stübern getroffen, zwischen den Brüdern ßm!

hin und her geflogen war und sie ihm das Bildkleid mitNägeln und Zähnen vom Leibe gerissen hatten, von An- tz, (

fang an also hatten sie mitgesprochen, und mitten im prasseln-den Entsetzen hatte sein Ohr zum guten Teil ihnen gehört.

Verfehlt wäre die Annahme, daß Joseph unter so tödlich ^

ernsten Umständen aufgehört hätte zu spielen und zu träu-

men, wenn unter solchen Umständen zu spielen und zu träu- ^«

men noch spielen und träumen heißt. Er war Jaakobs wahr-

Hafter Sohn, des Würdig-Sinnenden, des Mannes mythi-

scher Bildung, der immer wußte, was ihm geschah, der in ^

allem irdischen Wandel zu den Sternen blickte und immer ^

sein Leben ans Göttliche knüpfte. Eingeräumt, daß Josephs ^ ^

Art, seinem Leben durch die Anknüpfung ans Obere Richtigkeit

und Wirklichkeit zu verleihen, ein anderes, weniger gemüt- ^ E

Haftes, sondern witzig berechnenderes Gepräge trug als in ^

Jaakobs Fall: mit der Überzeugung, daß ein Leben und

Geschehen ohne den Echtheitsausweis höherer Wirklichkeit, ^

welches nicht auf Heilig-Bekanntem fußt und sich darauf