— 2Z7 —
Lamm in die Grube gebracht, und nun würde Jaakob aufden Rücken fallen.
Das mochte er wohl tun und danach die großen, gemein-sam begangenen Fehler der Vergangenheit bedenken, wieJoseph es tat hier unten. Aufs neue gestand er sich, daßseine Schwüre, er würde dem Vater gewiß nichts anzeigen,falls er ihm einmal noch zurückgegeben werde, nur aus ober-flächlicher Angst gekommen waren um sie beide und daß erihm vielmehr, wenn der alte Zustand von vor der Grube sichwiederherstellte — was Joseph natürlich mit einem Teilseines Wesens inständig wünschte —, unfehlbar und unver-meidlich alles anzeigen werde, so daß die Brüder in die Aschekommen würden. Daher wünschte er mit einem anderen Teilseines Wesens die Wiederherstellung nicht, die übrigensausgeschlossen war — er war einig mit seinen Brüdern indiesem Punkt, so einig, daß er Lust hatte, die Kußhand zuerwidern, die Dan ihm hatte in die Grube senden wollen, ^
weil es zum ersten Male mit ihnen war wie unter Brüdernund er alles hören durste, auch das von dem Blute desBöckleins, das für sein Blut gelten sollte, denn es gingüber sein Leben hinaus und war bei ihm ausgehoben alswie im Grabe.
Dans Äußerung, daß man vor Joseph reden könne wieman wollte, da jedes Wort nur noch die Unmöglichkeitseiner Heimkehr verstärke, und daß man also geradezu guttue, solche Dinge von ihm zu sagen, die über sein Lebenhinausgingen, weil man ihn damit fest an die Unterweltband, wie einen Totengeist, vor dem man sich fürchtete,hatte starken Eindruck auf Joseph gemacht, und in seinenGedanken spielte sie die Rolle des Gegenstücks und der