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2 (1934) Der junge Joseph
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und ist unsere Sache, aber nicht seine mehr. Du vergißt, daßer so gut wie tot ist und abgetan. Wenn er's versteht und auchdies versteht, was ich jetzt mit ungekünstelter Stimme sage,so ist's gut bei ihm aufgehoben. Niemals haben wir frei undunbedacht reden dürfen, wenn er unter uns war, denn wirmußten gewärtig sein, daß er's dem Vater anzeigte und wir indie Asche kamen. Das ist's ja eben, daß wir ihn endlich unteruns haben als unfern Bruder, dem wir vertrauen mögen,und darf alles hören, so daß ich ihm eine Kußhand zuwerfenmöchte in die Grube. Was dünkt euch also von meiner Ein-gebung?"

Sie wollten reden darüber, aber Joseph sing wieder zujammern an und zu stehen und beschwor sie weinend von unten,es nicht zu tun.

Brüder", rief er,tut's nicht mit dem Tiere und mit demKleide, tut es dem Vater nicht an, denn er übersteht's nicht!Ach, ich bitte euch nicht für mich, Leib und Seele sind mir ge-brochen, und ich liege im Grabe. Schont aber den Vater undbringt ihm das blutige Kleid nicht, er ist des Todes! Ach,wenn ihr wüßtet, wie er mich verwarnt hat in seiner Bangig-keit von wegen des Löwen, wenn er mich alleinfand bei Nacht,und nun soll ich gefressen sein! Wenn ihr gesehen hättet, wieer mich abgefertigt zur Reise mit ängstlicher Sorgfalt, ichaber hielt es ihm lässig zugute! Weh mir, es ist wohl unklug,daß ich euch von seiner Liebe spreche zum Kinde, aber was sollich tun, liebe Brüder, und wie mir raten, daß ich euch nichtreize? Warum ist doch mein Leben verschlungen mit demfeinen, daß ich euch nicht beschwören kann, seines zu schonen,ich bäte denn auch um meines? Ach, liebe Brüder, hört meinWeinen und tut seiner Bangigkeit das Schrecknis nicht an