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jedoch war der Fall. Die Versenkung Josephs konnte nur einemZwecke dienen: das Hindernis zu beseitigen, das zwischen ihnenund dem Herzen des Vaters stand, um das es ihnen allen aufskindlichste zu tun war; und die Wirrnis bestand darin, daß siesich gezwungen gesehen hatten, diesem zarten und machtvollenHerzen das Äußerste zuzufügen, um es für sich zu gewinnen.Tatsächlich war dies der Gesichtspunkt, unter dem sie alle zurZeit die Dinge sahen. Nicht auf die Bestrafung des Frechenund nicht auf ihre Rache, noch auch nur in erster Linie auf dieZerstörung der Träume war es ihnen, so fühlten sie einmütig,angekommen, sondern darauf, den Weg freizumachen zumHerzen des Vaters. Er lag nun frei, und sie würden zurück-kehren — ohne Joseph, wie sie ohne ihn ausgezogen waren.Wo war er? Er war ihnen nachgeschickt worden. Wird einemderjenige nachgeschickt, gegen dessen Leben der eigene Auszugeine Kundgebung war, und man kehrt ohne ihn wieder, so istdas fragwürdig. Nicht ohne ein gewisses schauerliches Rechtwird einem dann die Frage nach dem Verbleibe dessen gestelltwerden, ohne den man zurückkehrte. Selbstverständlich konntensie diese Frage mit Achselzucken beantworten. Waren sieihres Bruders Hirten? Nein, aber damit würde die Fragenicht beantwortet sein, sondern fortfohren, ihren großen,dringlich mißtrauischen Blick auf sie gerichtet zu halten, undunter diesem Blick, unter den Augen der Frage würden sieZeugen sein des qualvollen Harrens, dessen Vergeblichkeitihnen bekannt war, und des langsamen Verzweifelns, woreines der Natur der Dinge nach einzig ausgchen konnte. Daswar eine Pönitenz, davor ihnen graute. Sollten sie alsoaußenbleiben, bis die Hoffnung ausgebrannt sein und dasHarren sich in die Erkenntnis ergeben haben würde, daß