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den Knaben in die Grube zu befördern und das Weitere demGeschehen zu überlassen.
So der große Rüben, aber es hat nie jemand geglaubt, daßer sich selbst betrog, dem Erz- und Grundunterschied von Tunund Geschehen gar so strenggläubig anhing und meinte, denJungen in der Grube verkommen zu lassen, das heiße nicht,die Hand wider ihn erheben. Wenn etwas später Jehudadie Frage stellte, was es denn hülfe, den Bruder zu erwürgenund sein Blut zu verbergen, so hätte er damit den Rübennichts Neues gelehrt. Längst hat die Menschheit in RubensHerz geblickt und gesehen, daß er nichts wollte, als Zeit ge-winnen — er hätte nicht sagen können, wofür —, Zeit ganzeinfach, die Hoffnung zu fristen, daß er Joseph errette ausihrer Hand und ihn so oder so dem Vater zurückbringe. Eswar die Furcht Jaakobs und grimmig verschämte Liebe zudem Verhaßten, die ihn dies heimlich betreiben — und aufVerrat sinnen ließen an dem Brüderclan, es ist nicht anders zunennen. Aber Re'uben, das dahinschießende Wasser, hatteallerlei gut zu machen an Jaakob von wegen Bilha's, undwenn er ihm den Joseph zurückbrachte von hier, würde dannnicht die Geschichte von damals mehr als wettgemacht, derFluch von ihm genommen und seine Erstgeburt wiederher-gestellt sein? Wir geben uns nicht die Miene, genau überRubens Dichten und Trachten Bescheid zu wissen, und wün-schen nicht, die Motive seines Betreibens zu verkleinern.Aber verkleinern wir sie denn, wenn wir als möglich anheim-stellen, er habe im stillen gehofft, das Rahelskinö zugleich zuerretten und zu besiegen?
Übrigens stieß er kaum auf Widerstand bei den Brüdernmit seiner Forderung, sich des Tuns zu enthalten und das