wie würden sie dann bestehen vor ihm, und wie würde es ihnenallen ergehen? Re'uben dachte an Bilha. Schimeon und Levidachten an Schekem und an Jaakobs Grimm, wie er über siegekommen, als sie von ihrer Heldentat heimgekehrt waren.Naphtali, er besonders, hielt sich zum vorläufigen Tröstegegenwärtig, daß Jaakob fünf Tage entfernt und vollkommenahnungslos war; ja, zum ersten Male empfand Naphtali dentrennenden und in Unwissenheit haltenden Raum als großenSegen. Die Raumesmacht jedoch, das begriffen alle, würdenicht aufrechtzuhalten sein. Über ein kleines mußte Jaakoballes erfahren, wenn nämlich Joseph ihm wieder vor Augenkam, und der Gefühlssturm mit zuckenden Flüchen und rollen-den Donnerworten, der dann unvermeidlich war, würde nichtauszustehen sein. Sie hatten tiefe Kindesangst davor, so aus-gewachsene Burschen sie waren, Angst vor dem Fluch alsGebärde und Angst vor des Fluches Sinn und Folgen. Ver-flucht würden sie sein allesamt, das war klar, weil sie die Handerhoben gegen das Lamm, und endgültig-ausdrücklich würdeder Gleisner über sie erhoben sein als Erberwählter!
Die Erfüllung der Schandträume — ihr eigen Werk! Genaudas also, um was der Gott durch die Schaffung vollendeterTatsachen hätte gebracht werden sollen. Sie singen an zu be-merken, daß der große Rüben sie dumm gemacht hatte mitseiner Parole. Da standen sie nun, und da lag der Segensdieb,leidlich gezüchtigt zwar und gebunden, aber waren das voll-endete Tatsachen zu nennen? Etwas anderes, wenn Josephdem Alten nicht wieder vor Augen kam, wenn dieser Vollende-tes und Endgültiges erfuhr. Dann würde freilich der Jammernoch gräßlicher sein — nicht auszudenken. Aber an ihnen —das war einzurichten — würde er dann Vorbeigehen. Am