Dies sinnlos herausgeschwatzt, tanzte Joseph mit demVater herum und jubelte über Iah, weil er auf eigene Handeine Reise tun und die Welt sehen sollte. Dann lief er zu Ben-jamin und zu Eliezer, dem Alten, es denen zu erzählen. Jaakobaber blickte ihm nach mit Kopfnicken und sah wohl, daß, wennhier von einer Zumutung die Rede sein konnte, sie ihn betrafund daß er niemanden hart anfaßte denn sich selbst. Doch wares nicht in Ordnung so, und wollte es nicht seines HerzensHaftpflicht für Joseph? Er würde das Kind eine Reihe vonTagen nicht sehen, das schien ihm Buße genug für seine Schuld;er ließ sich nicht träumen und hatte keinerlei Begriff davon,was man an höherem Ort unter „Hart anfassen" verstand.Er rechnete mit einem Fehlschlogen von Josephs Sendung,insofern er in Erwägung zog, daß dieser ohne die Brüderzurückkehren möchte. Das fürchterlich Umgekehrte drang nichtin seine Vorstellung; das Schicksal schloß es zur eigenen Siche-rung davon aus. Da alles anders kommt, als man denkt, istdas Verhängnis sehr behindert durch die fürchtend vorweg-nehmenden Gedanken des Menschen, die einer Beschwörunggleichen. Darum lähmt es die sorgende Einbildungskraft, daßsie auf alles verfällt, nur nicht auf das Verhängnis, welchesso der Abbiegung durch den vorstellenden Gedanken entgehtund seine ganze Urwüchsigkeit und schmetternde Schlagkraftbewahrt.
Während der kleinen Vorbereitungen, die Josephs Ausflugerforderte, fühlte Jaakob sich sinnig-bedeutend an vergangeneSchicksalstage erinnert: an seine eigene Abfertigung von zuHause durch Rebekka nach der von ihr geleiteten Segensver-tauschung, und seine Seele war voll feierlicher Empfindungder Wiederkehr. Man muß sagen, daß es eine gewagte