Druckschrift 
2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
171
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Gib mir den Parosch zu reiten! Er ist hochbeinig undzäh, sehr stark von Knochen und gleicht meinem BruderJssakhar."

Es spricht für deine Mannhaftigkeit", erwiderte Jaakobnach einer Pause,daß du dich freust auf die Sendreise underachtest es nicht als sonderliche Zumutung, hinwegzuziehenvon mir auf eine Anzahl von Tagen, so daß der Mond sichverändert aus einer Sichel zum Halbrund, ohne daß ich dichsehe. Sage aber deinen Brüdern: ,Der Vater wollt' es/"

Bekomm' ich den Parosch?!"

Ich bin zwar gewillt, dich rauh anzufassen nach deinemAlter, den Esel Parosch aber geb' ich dir nicht, denn er istbockig, und seine Klugheit entspricht nicht seinem Feuer. Vielbesser für dich ist die weiße Hulda, ein freundlich behutsamTier, auch schmuck von Ansehen, wenn du unter Leuten reisest,die sollst du reiten. Damit du aber erkennst, daß ich dir etwaszumute, und die Brüder erkennen es auch, so verordne ich, daßdu die Fahrt allein zurücklegst, von hier nach Schekems Flur.Denn ich gebe dir keine Knechte mit und lasse den Eliezer dirnicht zur Seite reiten. Sondern selbständig sollst du fahren,aus eigene Hand, und zu den Brüdern sprechen: .Allein komm'ich auf einem weißen Esel, euch zu besuchen, so wollt' es derVater/ Dann mag es sein, daß du die Rückfahrt zu mir nichteinzeln machen mußt und allein, sondern daß die Brüder mitdir ziehen, einige oder alle. Jedenfalls ist solches mein Hinter-gedanke bei dieser Zumutung."

Das will ich schon einfädeln", versprach Joseph,undmache mich anheischig, sie dir zurückzubringen, dergestalt, daßich dir Bürge sein will und mich vermesse: Ich kehre nichtwieder, es sei denn, ich bringe sie dir!"