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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
170
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wo, wie ich mich erinnere, einst schwere Geschichten geschahen.Das macht mir Gedanken, und es war in solchen Gedanken,daß ich beschloß, dich zu ihnen zu senden, damit du sie mirgrüßest."

Hier bin ich!" rief Joseph wieder. Er blitzte den Vater mitweißen Zähnen an und schlug halb hüpfend den Boden mitseinen Fersen vor lauter Bereitwilligkeit.

Wenn ich's Überschläge", fuhr Jaakob fort,so gehst duins achtzehnte Jahr deiner Geburt, und es ist Zeit, daß mandich etwas rauh anfaßt und auf die Probe stellt deine Mann-heit. Daher mein Beschluß, dir diese Sendreise zuzumuten,daß du hinwegziehest von mir auf kurze Zeit zu deinen Brü-dern, um sie alles zu fragen, was ich nicht weiß, und kehrstzurück zu mir mit Gottes Hilfe nach zehn oder neun Tagen undsagst mir's an."

Aber hier bin ich ja!" entzückte sich Joseph.Die EinfälleVäterchens, meines Herrn, sind golden und silbern! Ich werdeeine Reise tun über Land, ich werde die Brüder besuchen undnach dem Rechten sehen im Tale Schekem, das ist ein Spaß!Hätt' ich mir etwas wünschen dürfen nach Herzenslust,dies und nichts anderes wär' es gewesen!"

Du sollst", sagte Jaakob,nicht nach dem Rechten sehenbei den Brüdern. Danach zu sehen, sind sie Manns genug, sieselber, und brauchen das Kind nicht. Auch ist es die Meinungnicht, in der ich dich sende. Sondern du sollst dich vor ihnenneigen mit Ziem und Umgangsform und sprechen: ,Jch bingekommen etliche Tagereisen weit, um euch zu begrüßen undnach eurem Befinden zu fragen, aus eigenem Antriebe sowieauf Weisung des Vaters, denn wir begegneten einander indiesem Wunsche.'"