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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
165
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dem Daker Verlegenheit zu bereiten, er hätte es, dachteJaakob, nicht passender beginnen können. Das würde er ihmschon noch sagen unter vier Augen, da er's soeben nicht hattesagen dürfen und wohl durchschaute, daß der Durchtriebenesich der Brüder zum Schutze bedient hatte gegen ihn, wieseiner gegen die Brüder. Er hatte Mühe, ein gerührtes undentzücktes Lächeln ob dieser Verräterei aus seinem Bart zuvertreiben, während er heimwärtsging. Und war auch dieSorge echt gewesen, die aus seinem Schelten gesprochen hatte,um des Kindes Seelenheil, der Kummer über seine Traum-neigung und Krampfkünderei, so waren doch beide, Ärger undÄngstlichkeit, nur schwache Bewegungen im Vergleich mit derzärtlich-halbgläubigen Genugtuung, die ihn ob Josephs an-maßender Träumerei erfüllte; ganz unsinnigerweise bat erGott, der Traum möchte von ihm gekommen sein, wasdoch, wenn dieser, wie wahrscheinlich, eben nicht im Spielegewesen war, ein völlig absurdes Ansuchen darstellte, und warim Begriffe, Tränen der Liebe zu vergießen, wenn er sich vor-stellte, es seien wirkliche, traumbildhaft gewordene Vor-gefühle künftiger Größe gewesen, die das Kind, unschuldsvollund ohne sich klare Rechenschaft über ihre Tragweite abzu-legen, ausgeschwatzk hatte. Der schwache Vater! Er hattewohl ergrimmen mögen über das Bild, daß er und sie allekommen würden, den Nichtsnutz anzubeten. Das war ihmmißlich zu hören, denn betete er ihn nicht an?

Fragt man nach den Brüdern, so brachen sie, kaum daß sichJaakob entfernt, ebenfalls auf wie ein Mann und drängtenins Freie. Nach zwanzig stürmischen Schritten ins Feld hinausblieben sie stehen zu kurzer, bewegter Beratung. Der großeRüben führte das Wort; er lehrte sie, was hier zu tun.