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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
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nicht geschenkt oder vorzeitig entzogen. Wieviel näher lagdiese Befürchtung, da die Erfahrungen, die sie mit ihrer Neu-gier gemacht, ihnen nicht ungemischt angenehm gewesen zusein schienen.

Darum galt es, Vorkehrungen gegen die Verweigerungihres Gehörs zu treffen, und schon nachts auf der Tenne fandJoseph sich Rat, wie dies anzustellen sei. Am Morgen ginger zum Vater, wie es seine Gewohnheit war, da Jaakob ihnin jeder Frühe sogleich zu sehen, ihm in die Augen zu blicken,sich seines Wohlseins zu versichern und ihn für den Tag zusegnen wünschte, und sagte:

Recht guten Morgen, mein Väterchen, du Gottesfürst!Siehe, ein neuer Tag, den die Nacht gebar, ich glaube, erwird gar warm werden. Einer reiht sich an den anderen nachArt einer Perlenschnur, und dem Kinde gefällt das Leben.Namentlich zu dieser Frist, da wir einbringen, sagt es ihm zu.Auf dem Felde ist's schön, man rackere nun oder raste, und beigemeinsamer Rührigkeit befreunden sich die Menschen."

Was du sagst, klingt mir angenehm", erwiderte Jaakob.So vertragt ihr euch wohl auf Tenne und Acker und kommtmiteinander aus in dem Herrn, die Brüder und du?"

Vorzüglich", antwortete Joseph.Von kleinen Un-stimmigkeiten abgesehen, wie der Tag sie mit sich bringt undder Welt Zerstückelung sie zeitigt, geht alles am Schnürchen;denn mit redlichem Wort, sei's auch einmal etwas derb, wirddie Irrung geklärt, und dann herrscht wieder Eintracht. Ichwollte, das Väterchen wäre des einmal Zeuge. Nie bist dudabei, und oft ivird's bedauert in unsrer Gemeinschaft."

Ich liebe das Ackerwerk nicht."

Versteht sich, versteht sich. Und doch ist's schade, daß die