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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
158
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noch neiae man sich vor ihnen, sondern man schasse sie aus derWelt, wie sie es zu Schekem getan hätten, stehenden Fußesund ohne ein anderes Ergebnis als das ungestillter Erbitterungabgebrochen wurde.

Sonne, Mond und Sterne

Und Joseph? Ohne eine Vorstellung davon, wie die Zehnesich mit seinem Traume quälten, kümmerte er sich um nichtsals darum, daß sie ihm nicht hatten glauben wollen, und sannalso auf nichts als darauf, sie gläubig zu machen, gläubigin doppelter Hinsicht: auf die Wirklichkeit seines Traumesund aufseine Wahrheit. Wie geschah das am besten? Dring-lich fragte er sich so und wunderte sich später selbst, daß er sichkeine Antwort gewußt hatte, sondern daß diese Antwort ihmhatte gegeben werden oder sich ihm selbst hatte geben müssen.Er träumte nämlich einfach noch einmal: eigentlich denselbenTraum, nur in so viel pomphafterer Gestalt, daß die Bestäti-gung viel nachdrücklicher war, als wenn nur das Garben-gesicht sich wiederholt hätte. Nachts, unter offenem Sternen-himmel träumte er so, auf der Tenne, wo er um diese Zeitöfters mit einigen Brüdern und Knechten die Nächte ver-brachte, um das Getreide zu hüten, das noch nicht ausge-droschen und noch nicht in den Gruben des Feldes verwahrtwar; und es bedeutet keinerlei Aufklärung darüber, woher dieTräume kommen, wenn man bemerkt, daß die Anschauung derHimmelsheere vor dem Einschlafen sein Träumen wohlmodelnd beeinflußt, auch die Nähe und Schlafgenossenschafteiniger von denen, die er zu überzeugen wünschte, insgeheimeinen starken Reiz auf sein Traumorgan ausgeübt haben