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genau so viel wie sich beugen, es ist, unter uns gesagt, etwasweniger."
„Wieso!" schrien Schimeon und Levi, entschlossen, ihrewilde Dummheit zu bekunden, ob die Gelegenheit nun günstigwar oder nicht.
Dan und einige andere, auch Rüben, vertraten die These,„Sich neigen" führe eine geringere Bedeutung als „Sichbeugen". Beim Sichneigen, sagten diese, stehe nicht fest, ob esaus innerer Überzeugung geschähe oder nicht vielmehr auf eineäußerliche und leere Gebärde hinauslaufe. Auch „neige" mansich nur einmal oder dann und wann; dagegen „beuge" mansich immerdar, auf die Dauer und in seinem Herzen, indemman den Tatsachen aufrichtig damit Rechnung trage, also daßman, wie Rüben auseinandersetzte, sich aus Klugheit „neigen"könne, ohne sich wahrhaft zu „beugen", sich aber auch „beugen"und dabei zu stolz sein könne, sich zu „neigen". Jehuda meintedagegen: diese Unterscheidung könne praktisch nicht aufrechtgehalten werden, denn es handle sich ja um einen Traum, undin einem solchen sei das Sichneigen eben nur der bildliche Aus-druck für jenes Betragen, welchem Rüben die Bezeichnung„Sichbeugen" Vorbehalten wissen wolle. Traumgarben seiennatürlich nicht zu stolz, sich zu „neigen", wenn es ihren Bin-dern bestimmt sei, sich zu „beugen". Hier warf der junge Se-bulun ein, nun sei man ja glücklich mit ebendem beschäftigt,was Joseph unverschämterweise beantragt habe und wozuman doch keineswegs sich herbeizulassen gewillt gewesen sei,nämlich mit der Deutung des Schandtraumes; und diese Fest-stellung erregte solch Ärgernis, daß die Beratung, unter denRufen Schimeons und Levis, das alles sei Gegackel und Ge-fackel, und beleidigenden Tatsachen beuge man sich weder.
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