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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
156
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Re'uben fürchtete diese Gedankengänge; darum suchte erden Joseph nicht zu verteidigen, indem er zuließ, daß vielleichtGott ihm den Traum gesandt habe, sondern wollte sie be-reden, an Flunkerei zu glauben und den Schelm dafür zuzüchtigen, wenn auch unter Achselzucken. In Wirklichkeit warihm nach Achselzucken so wenig zu Sinn wie den anderen. DasGrausen in der Herzgrube, dem der gerade Gad als ersterandeutende Worte verliehen hatte und das jetzt nicht nur dieVier von den Mägden, sondern alle Zehn empfanden diesGrausen, das aus tief eingeborenen und gewöhnlich ruhenden,jetzt aber aufgeregten und heraufgerufenen sagenhaft-prophe-tischen Beziehungsgreueln von vertauschter Erstgeburt, Welt-herrschaft und Brüderdienstbarkeit stammte, Rubens Seelehatte vielleicht am allerstärksten teil daran, nur daß es beiihm sich nicht, wie bei den anderen, in unnennbare Wut gegenden Erreger der Beklemmung umsetzke, sondern in ebenso un-nennbare Rührung über die plappernde Unschuld des Er-korenen und in eine staunende Schicksalsverehrung.

Es fehlt nur, daß er .beugen' gesagt hätte", stieß Gaddielzwischen seinen zusammengebissenen Zähnen hervor.

Er hat .neigen' gesagt", bemerkte Jssakhar, der Knochige,der im Grunde die Ruhe liebte, auch ihretwegen gern etwashinnahm und trug und hier eine Einzelheit gewahrte, die allen-falls etwas abwiegelnd wirken konnte.

Das weiß ich", antwortete Gad.Aber erstens mag er esnur aus Tücke gesagt haben, und zweitens ist es derselbe Un-flat so und so."

Doch nicht so ganz", widersprach Dan aus Spitzfindigkeit,die zu seinem Bilde gehörte und die er aus frommer Treuegegen dies Bild zu üben nie unterließ.Sich neigen ist nicht