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stillschweigende Übereinkunft— unter ihnen geherrscht, daß derVerhaßte sich den Traum ausgedacht, ihn nur lügenhafterweiseberichtet habe. Sie hätten an dieser Voraussetzung, die eineinnere Schutzmaßregel für sie alle war, gern festgehalten. AberJuda war es gewesen, der, gleichsam damit in der Überlegungnichts versäumt werde, auf die Möglichkeit hingewiesen hakte,daß der Junge wirklich so geträumt und nicht ausgeschnittenhabe; und seitdem rechneten alle nicht nur im stillen, sondernausdrücklich mit dieser Aufstellung, indem sie sie wieder in zweiFälle zerlegten: nämlich daß entweder der Traum, wenn wirk-lich geträumt, von Gott gekommen sei, was allgemein als diegegenständlich katastrophalste Lenkbarkeit betrachtet wurde,oder daß er mit Gott nichts zu tun habe, sondern seine Quelleeinzig der krasse und durch den Besitz der Ketönet übermäßiggenährte Dünkel des Grasaffen gewesen sei, der ihm so un-leidliche Gesichte vorgaukle. In der Debatte meinte Rüben,wenn Gott im Spiele sei, so sei man ohnmächtig und habe an-zubeten — nicht Joseph, aber den Herrn. Sei dagegen derTraum aus Dünkel geboren, so könne man die Achseln darüberzucken und den Träumer seiner Narrheit überlassen. Zugleichkam er auf die Wahrscheinlichkeit zurück, daß der Knabe kin-disch den Traum erfunden und sie zum besten gehalten habe,wofür er Prügel verdiene.
Wirklich, des großen Rüben Antrag lautete aus Prügel zurStrafe der Lügenhaftigkeit. Da er aber zugleich empfahl, dieAchseln zu zucken, so konnte es mit den Prügeln nicht sehrschwer gemeint sein, denn unter Achselzucken prügelt man ohnerechten Nachdruck. Immerhin mochte auffallen, daß Rübengerade die Möglichkeit wahrhaben wollte, die nach seinem eige-nen Dafürhalten mit Prügeln verbunden war. Hörte man