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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
142
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Seht doch an, was da Gutes vom Meere kommt, ich sage esimmer. Am Großen Grünen sollte man wohnen und an Sidongrenzen und die Welle befahren, statt der Lämmer zu warten,das lacht mir weniger. Auf der Welle und auf der gekrümmtenPlanke kann man zu Leuten gelangen, die einen Schwanzhaben und ein leuchtendes Horn auf der Stirn. Ferner zusolchen mit so großen Ohren, daß sie den ganzen Körper be-decken, und anderen, deren Leib mit Gras bewachsen ist, einMann vom Hafen Chazati hat mir's erzählt."

Naphtali stimmte ihm zu. Es wäre gut, mit den Grasbe-wachsenen Nachrichten zu tauschen. Wahrscheinlich wußtenweder sie noch die Geschwänzten und Ohrlappigen das ge-ringste von dem, was vorgehe in der Welt. Die anderen wider-sprachen und wollten vom Meere nichts wissen, auch wenn esden Tauwind spende. Es sei Unterweltsgebiet, voll von Chaos-ungeheuern, und ebensogut könne Sebulun die Wüste verehren.Namentlich Schimeon und Levi, roh aber fromm, vertratendiese Anschauung, obgleich auch sie fürs Hirtenleben im Grundenicht viel übrighatten, ihm nur um der Erbordnung willenanhingen und lieber ein wilderes Handwerk betrieben hätten.

Die Ernkearbeiten, die mit der Einbringung der Gerste be-gonnen hatten, boten allen eine willkommene Abwechslung,und sie waren heiter im Schweiß, wie der Mensch es ist indiesen Wochen des Lohnes, also daß sogar ihr Verhältnis zuJoseph, der ebenfalls sicheln und binden half, sich unwillkürlichschon etwas zu lösen und zu mildern begonnen hatte, als dieserdurch unglaubwürdige Schwatzhaftigkeit wieder alles verdarbund aufs letzte verschlimmerte. Davon sogleich. Was Jaakobbetraf, so war er wenig berührt von der kalendermäßigenFreudenstimmung seiner Umgebung, der Ausgelassenheit der