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Kraft, die Bilha schwächte, wäre auch dazu gut, und der Diebmeiner Erstgeburt würde sie spüren nach Mannesart, wieBilha sie spürte als Weib. Was hätte ich aber davon?Habel läge erschlagen, und ich wäre, der ich nicht sein will,Kajin, den ich nicht verstehe. Wie kann man gegen seineÜberzeugung handeln, gleich Kajin, und sehenden Auges denAngenehmen erschlagen, weil man unangenehm ist? Ichwerde nicht gegen meine Überzeugung handeln, ich will gerechtund billig sein, das ist meiner Seele zuträglicher. Ich werdeihr nichts vergeben. Ich bin Re'uben, die Adern voll Kraft,Lea's Erster, der Älteste Jaakobs, der Zwölfe Haupt. Ichwerde ihm keine verliebten Fratzen schneiden und mich nichtdemütigen vor seiner Anmut — schon daß ich ihm übers Haarstrich vorhin, war läppisch und fehlerhaft. Ich werde nichtdie Hand an ihn legen, weder so noch so. Ich stehe vor ihmwie ein Turm, ungeschlacht meinethalb, aber in Würden."
Er fragte mit angezogenen Gesichtsmuskeln:
„Du hast es ihm abgeschwatzt, das Kleid?"
„Kürzlich hatte er mir's verheißen", antwortete Joseph,„und da ich ihn mahnte, gab er mir's aus der Truhe undsprach: .Behalt es, behalt es!'"
„So, du hast ihn gemahnt und drum gebettelt. Gegenseinen Willen gab er dir's, versucht von deinem. Weißt du,daß es gegen Gott ist, die Macht, die einem gegeben ist übereinen andern, zu mißbrauchen, daß er willigt ins Unrechtund tut, was ihn reut?"
„Welche Macht habe ich über Jaakob?"
„Fragend lügst du. Du hast über ihn die Macht Rahels."
„So Hab' ich sie nicht gestohlen."
„Noch sie verdient."