„Schlug er deine Steine?" fragte Rüben. „Du spielstflink und scharf, denn dein Geist ist eingeübt von allerleiKopfarbeit mit Eliezer, und auch im Spiele kommt dir'szustatten. Schlägt er sie öfters?"
„Dann und wann", sagte Joseph und zeigte die Zähne.
„Wann du willst?"
„Nicht auf mich allein kommt es an", erwiderte aus-weichend jener.
„Ja, so ist es", dachte Rüben im stillen, und sein Blickging in sich mehr als zuvor. „Das ist der Drug der Ge-segneten und ist ihre Art zu betrügen: Sie müssen ihr Lichtunter den Scheffel stellen, daß es nicht ihnen zum Schadenleuchte, da die andern es müssen Heller lügen, um sich zuhalten." Er sah den Halbbruder an. „Das Rahelskind",dachteer. „Wie es angenehm ist! Die Leute haben recht, ihmzu lächeln. Genau die richtige Größe hat er und schlägt diehübschen und schönen Augen zu mir auf mit geheimem Spott,wenn mir recht ist, da ich vor ihm stehe wie ein Herdenturm,übergroß und ungeschlacht, mit diesem tölpelhaften Leibe,an dem mir überall die Adern bersten wollen von Kraft, sodaß ich mich mit Bilha vergaß wie ein Bulle und gab nichteinmal acht, ob's einer merke. Da ging er hin und sagte esIsrael an, unschuldig-tückischen Sinnes, und ich kam in dieAsche. Denn er ist klug wie die Schlangen und sanftmütig wiedie Tauben, so sollte man sein. Tückisch in Unschuld und un-schuldig in der Tücke, so daß die Unschuld gefährlich ist undheilig die Tücke, das sind die untrüglichen Zeichen des Segens,und ist dagegen nicht aufzukommen, selbst wenn man wollte,aber man will gar nicht, denn dort ist Gott. Ich könnte ihnniederstrecken auf immer mit einem einzigen Streich; die