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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
133
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ich mich sollen euch zum Gruß, ich versteh' es. Aber glaubtmir, auf den Abend zum Bratenmahl, wenn auch ihr euchgereinigt habt und angelegt eure Festkleider, will ich sitzenzur Rechten Jaakobs in der Ketönet, und ihr werdet sehenunseres Vaters Sohn in seiner Herrlichkeit. Soll das einWort sein?"

Wieder lachten die wilden Zwillinge brüllend auf. Dieanderen grübelten wütend in seine Augen hinein, Einfalt undFrechheit zu unterscheiden in seinen Worten, was aber sehrschwer war.

Ein goldenes Wort!" sagte Sebulun, der Jüngste, der esdarauf anlegte, einem Phönizier zu gleichen, mit geschorenemRundbart, den Kopf voll kurzer Locken, in bunt gemustertemDberrock, der nur eine Schulter bedeckte und auf der anderen,unterm Arm durchlaufend, das Hemd freiließ; denn sein Sinnstand nach dem Meere, den Häfen, und er wäre lieber nichtHirte gewesen.Ein leckeres Wort. Ein Wort wie eineOpfersemmel aus feinem Weizengrieß mit Honigseim, dasmuß ich sagen! Weißt du, daß ich Lust hätte, es dir in denHals zurückzustoßen, daß du daran ersticktest?"

Geh, Sebulun, was für grobe Scherze!" antworteteJoseph, indem er die Augen niederschlug und betreten vorsich hinlächelte.Hast du sie von gepichten Rudersklaven zuAstaluna und Gaza?"

Er hat meinen Bruder Sebulun einen gepichten Ruder-stlaoen genannt!" rief der einundzwanzigjährige lang- undschwergliedrige Jssakhar, genannt derknochige Esel".Rüben, du hast es gehört und mußt ihm übers Maul fahren,wenn nicht mit der Hand, wie ich wünschte, so doch mitrügenden Worten, daß er's sich merke!"