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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
131
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Fuß, litt unter ihrer Geißel, die ihn jagte, und war ihr unter-tan, ohne sie zu lieben, was einen Riß in seiner Seele be-deutete und eine Uneinigkeit in ihm selber. Der Umgang mitKedeschen und Jschtar-Huren brachte ihn der Baals-Sphäreund ihren Greueln und Narrheiten nahe, der SphäreKanaans, des Schamlosen, und niemanden, auch Jaakob, denVater, nicht, konnte das schwerer grämen als Jehuda selbst,der nicht nur fromm war, nach gottesvernünftiger Reinheittrachtete und Scheol samt allen Narrheiten und Geheimnissenzutiefst verabscheute, mit denen die Völker sich besudelten,sondern auch Grund zu haben glaubte, besonders aus sich zuhalten, denn da Rüben gestrauchelt war und man die soge-nannten Zwillinge seit den Wirren von Schekem ebenfalls alsverflucht betrachten konnte, hatte es viel für sich, daß Juda,der vierte, als Segenssohn und Verheißungsträger an derReihe war, mochte auch unter den Brüdern nicht davon dieRede sein, sondern jeder Anspruch nur als gemeinsame Bos-heit gegen den Sohn der Rahe! sich kundgeben.

Durch einen seiner Hirten, Hira geheißen, aus dem Drt-chen Adullam, lernte er einen kanaanitischen Mann namensSchua kennen, dessen Tochter gefiel ihm, und er nahm siemit Jaakobs Zustimmung. Die Söhne, die sie ihm brachte,zwei vorderhand, unterwies er in der Vernunft Gottes.Sie aber schlugen der Mutter nach, wie Jsmael der Hagarnachgeschlagen und nicht dem Vater: so wenigstens sah Judaes an und erklärte sich's so, daß sie übel waren, Kanaans-kinder, Baalsbälge, Scheolsbuben, Molechnarren, obgleichder Kummer vielleicht nicht nur von Schua's Tochter kam.Sie verhieß ihm schon einen dritten, und ihm bangte, wieer sich anlassen werde.