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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
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durch das Workzu berühren angeskrebt hatte, da es diesemnur darum zu tun war, durch den billigen Ausdruck des Ein-fachsten und Bewußtseinsfähigsten sich Liebe zu erwerbenund warme Einigkeit zu erzeugen. Gad bemühte sich härter.Er rang nach Andeutung dessen, was sie alle unterhalb simplenÄrgers und Neides ängstigte und quälte, nach Namen fürdunkle Erinnerungen, Beklemmungen, Bedrohungen, für einenBeziehungsspuk, worin die BegriffeErstgeburt",Täu-schung",Vertauschung",Weltherrschaft",Bruderdienst-barkeik" ihr Wesen trieben und der, nicht recht erkennbar alsVergangenheit oder Zukunft, als Mär oder Verkündigung,ebendas Wortbeugen",es werden sich beugen vor dir"widerwärtig aus sich erzeugte. Die anderen fühlten sich vonGads Worten denn auch stark und unheimlich angesprochen.Besonders dem langen, im Nacken etwas gebeugten Naph-tali, der schon längst von einem Fuß auf den andern trat,fuhren sie vollends in die Glieder und verstärkten aufs äußerstein ihm den Trieb zum Anspringen und Laufen. Sein Boten-inftinkt, sein Melde- und Kommunikationsbedürfnis hatte sichvon Anfang an stürmisch geregt und zerrte ihm in den Waden,daß er zappelte. Der Raum und seine trennende Natur be-herrschte Naphtali's Vorstellung. Er betrachtete ihn als seinenvertrautesten Feind und die eigene Person als das berufeneMittel zu seiner Überwindung, nämlich zur Aufhebung derdurch ihn bewirkten Unterschiede im Wissen der Menschen.Wenn an seinem Orte etwas geschah, verband er ihn in seinenGedanken sogleich mit einem entfernten, wo man noch nichtsdavon wußte, ein Zustand unleidlich ahnungslosen Dahin-vegetierens in seinen Augen, den es ihn durch das Ausgreifenseiner Beine und die Geläufigkeit seiner Zunge richtigzustellen