Druckschrift 
2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
120
Einzelbild herunterladen
 

120 ^

Gegrüßt, ich komme nur zufällig. Ihr Weiber, ist mein , ^

kleiner Bruder da? Siehe, da bist du ja, Ben, sei vielmals ^

gegrüßt! Ich will lediglich sehen, wie ihr leibt und lebt. Wag ^

macht ihr, hechelt ihr Flachs? Und Turkurra hilft euch dabei,so gut er kann? Weiß jemand, wo Eliezer, der Alte, ist?" s

Turtnrra (das hießKleinchen"; Joseph nannte den Ben- i ^

jamin manchmal mit diesem babylonischen Kosenamen) stieß !

schon längst gedehnte Wunderrufe aus. Bilha und Silpa >

stimmten ein. Er trug das Gewand recht lässig, etwas gerafft, ^

durch den Gürtel seines Hemdrocks gezogen.

Was kräht ihr", sagte er,alle drei und macht Augen wieeines Karrens Räder? Ach so, ihr meint meinen Anzug, jiüsl

Mami's Schleier-Ketönet. Nun ja, ich trage sie jetzt zu- Mi>

weilen. Jisrael hat sie mir kürzlich geschenkt und vermacht, N

vor wenigen Augenblicken." ^ ziikn

, ' ^Joseph-el, süßer Herr, du Sohn der Rechten!"rief Silpa. M

' »Hat dir Jaakob den bunten Schleier vermacht, darin er Lea, killj

meine Herrin, zuerst empfing? Wie gerecht und weise gehandelt stk»

war das, denn er steht dir zu Gesichte, daß einem das Herz N

schmilzt und man nicht denken kann, ein anderer könnte ihn tra- ilia

gen. Einer der Fernen etwa von Lea, der Jaakob ihn erstmalshob? Oder mein Gad oder Ascher, die ich gebar auf Lea'sSchoß? Da bleibt wohl nur ein spöttisch-wehmutsvoll Es,

Lächeln, wenn man sich's ausdenkt." ^

Josephja! Schönster!" rief Bilha.Es geht nichts überdeinen Anblick in dieser Gestalt! Man ist versucht, sich aufs ^

Antlitz zu werfen bei deinem Anblick, besonders, wenn man nur ^ >,^eine Magd ist gleich mir, die ich freilich der Rahel, deiner ^

Mutter, schwesterliche Lieblingsmagd war und ihr den Dan ^ ^

und Naphtali gebar durch die Kraft Jaakobs, deine älteren