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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
119
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war, ihm das Haupt bedeckte, die Schultern umwand, anseiner jungen Gestalt in Falken hinabwallte, aus denen dieSilbertauben blitzten, die Buntskickereien glühten und derenlanger Fall ihn größer als sonst erscheinen ließ. Größer?Hätte es dabei nur sein Bewenden gehabt! Aber der Prunk-schleier stand ihm auf eine Weise zu Gesicht, daß es sehrschwer gefallen wäre, seinem Ruf unter den Leuten nochirgendwelchen kritisch mäßigenden Widerpart zu bieten, ermachte ihn dermaßen hübsch und schön, daß es schon nicht mehrgeheuer war und tatsächlich ans Göttliche grenzte. DasSchlimmste war, daß seine Ähnlichkeit mit der Mutter, inStirn, Brauen, Mundbildung, Blick, nie so sehr in die Augengesprungen war als dank dieser Gewandung, dem Jaakobin die Augen, so daß sie ihm übergingen und er nicht andersmeinte, als sähe er Rahel in Labans Saal, am Tag der Er-füllung.

Lächelnd stand im Knaben die Muttergöktin vor ihm undfragte:

Ich habe mein Kleid angezogen, soll ich's wieder aus-ziehen?"

Nein, behalt es, behalt es!" sagte der Baker; und währendder Gott entsprang, hob jener Stirn und Hände, und seineLippen bewegten sich im Gebet.

Der Geläufige

Das Aufsehen war ungeheuer. Der erste, dem Joseph imSchleier, im bunten Kleide erschien, war Benjamin; aberBenjamin war nicht allein, er war bei den Kebsweibern, dortfand ihn der Geschmückte. Er kam zu ihnen ins Zelt und sagte: