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2 (1934) Der junge Joseph
Entstehung
Seite
117
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Schauen bereit. Jaakob ging zur gewölbten Truhe, löste dieRiegel und schlug den Deckel zurück. Mancherlei Wärmendesnahm er heraus, das obenauf und tiefer lag, Mäntel undDecken, Schurze, Kopftücher, Hemden, und ließ es gefaltetzu Boden fallen auf einen Haufen. Er fand den Schleier, woer ihn wußte, nahm ihn, wandte sich, ließ ihn aus den Faltenfallen und spreizte ihn auseinander.

Der Knabe staunte. Er zog die Luft ein durch seinen offenen,lachenden Mund. Die Metallstickereien glitzerten im Lampen-licht. Silber- und Goldblitze überblendeten zwischen den un-ruhigen Armen des Alten zuweilen den stilleren Farbenschein,den Purpur, das Weiß, Olivengrün, Rosa und Schwarz derZeichen und Bilder, der Sterne, Tauben, Bäume, Götter,Engel, Menschen und Tiere im bläulichen Nebel des Grund-gewebes.

Ihr himmlischen Lichter!" stieß Joseph hervor.Wieschön ist das! Väterchen Kaufmann, was zeigst du dem Kundenda in deinem Gewölbe? Das ist Gilgamesch mit dem Löwenim Arm, ich erkenn' ihn von weitem! Und dort kämpft, wieich sehe, einer mit einem Greifen und schwingt die Keule.Warte, warte! Ihr Zebaoth, was für Getier! Das sind dieBuhlen der Göttin, Roß, Fledermaus, Wolf und der bunteVogel! Laß mich doch sehen doch sehen! Ich kenn's nicht,ich unterscheid's nicht. Die armen Augen brennen dem Kindevom Schauen über den trennenden Raum. Ist das das Skor-pion-Menschenpaar mit den Stachelschwänzen? Gewiß binich nicht, doch scheint es mir so, wenn auch begreiflicherweisedie Augen mir etwas tränen. Warte, Kaufmann, ich rutschenäher auf meinem Bein, die Hände im Rücken. O ihr Elohim,nahebei verschönt es sich noch, und alles wird deutlich! Was