die staubigen Riegel und prellten Laban, den Teufel. Immerhat's uns begleitet, und wie Laban es sorglich verwahrtevon langer Hand in seiner Truhe, so auch wir."
Josephs Augen gingen im Zelte umher und nach denKästen. Er fragte:
„Ist es uns nahe?"
„Nicht allzu fern."
„Und mein Herr will mir's schenken?"
„Zugedachk Hab' ich's dem Kinde."
„Zugefagt und verheißen!"
„Aber für später! Nicht für den Augenblick gleich!" riefin Unruhe Jaakob. „Nimm Vernunft an, Kind, und laßdir vorerst genügen an der Verheißung! Siehe, die Dingesind in der Schwebe, und es hat der Herr sich ihretwegennoch nicht entschieden in meinem Herzen. Dein BruderRüben kam zu Falle, und ich war genötigt, ihn der Erstgeburtzu entkleiden. Bist nun du an der Reihe, daß ich dich damitbekleide und gebe dir hin die Ketönet? Man könnte ant-worten: Nein, denn nach Re'uben erschien Juda und er-schienen Levi und Schimeon. Man könnte antworten: Ja,denn da Lea's Erstling fiel und verflucht ward, folgt NahelsErstling. Das ist strittig und ungeklärt; wir müssen wartenund nach den Zeichen sehn, wie es sich kläre. Kleide ich dichaber ein, so möchten die Brüder es fälschlich deuten, im Sinnedes Segens und der Erwählung, und sich im Eifer erhebenwider dich und mich."
„Wider dich?" fragte Joseph im stärksten Erstaunen. . .»Ich glaube fast, ich traue den eigenen Ohren nicht mehr!Bist du nicht der Vater und Herr? Kannst du nicht auf-stehen, falls sie murren, und deine Worte hochfahren lassen