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2 (1934) Der junge Joseph
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lacht dir meine Seele zu, Joseph-el, du Reis aus zartestemStamm, laß dich küssen!"

Und er nahm Josephs schönen Kopf über dem Spielbrettzwischen seine Hände und küßte ihn, grundglücklich in seinemBesitz.

Wenn ich nur wüßte," sagte Joseph,woher mir Klug-heit kommt zu dieser Stunde und der geringste Scharfsinn,der Weisheit meines Herrn damit zu begegnen im Gespräch!Sagtest du, deine Gedanken seien abgeschweift beim Spiel,so taten's, offen gestanden, meine nicht minder: Immer nacheiner Seite schweiften sie von den Steinen weg, und dieElohim wissen, wie mir's gelang, mich auch nur so langezu halten."

Wohin denn, Kindchen, gingen deine Gedanken?"

Ach", erwiderte der Junge,du errätst es leicht. EinWort jückt mich im Ohre Tag und Nacht, das dag Väterchenkürzlich zu mir sprach am Brunnen; das hat mir die Ruhegeraubt, so daß die Neugier mich plagt, wo ich gehe undstehe, denn es war ein Wort der Verheißung."

Was sagte ich denn, und welche Verheißung gab ich dir?"

Oh, oh, du weißt es! Ich seh' öir's an, daß du's weißt!Du hättest vor, sagtest dunun? ,Jch habe vor', sagtestdu, ,dir etwas zu schenken, worüber dein Herz sich freuenund was dich kleiden wird.' So war es Wort für Wort.Nur zu genau ist mir's haften geblieben und jückt mich imOhre unausgesetzt. Was meinte denn wohl das Väterchenmit dieser Verheißung?"

Jaakob errötete, und Joseph sah es. Es war eine leichte,rosige Röte, die in die feine Greisenhagerkeit seiner Wangenemporstieg, und seine Augen trübten sich in sanfter Verwirrung.