Unaufmerksamkeit gespielt — ihn schließlich schlug. Er ge-stand seine Zerstreutheit ein, und daß das Glück mehr An-teil an diesem Ende gehabt habe als sein Scharfsinn.
„Wärest du nicht so zeitig zu Falle gekommen, Kind", sagteer, „so hätte ich notwendig unterliegen müssen, denn meineGedanken schweiften ab, und ich habe zweifellos schwereFehler begangen, du aber hast sinnreich gezogen und nichtsversäumt, dein Mißgeschick wieder gutzumachen. Deine Artzu spielen erinnert sehr an Mami's, die mich so oft in dieEnge trieb. Sowohl ihre Art, beim Nachdenken den kleinenFinger zu beißen, wie auch gewisse Listen und Kunstgriffe,die sie liebte, erkenne ich zu meiner Rührung bei dir wieder."
„Was hilft's?" antwortete Joseph und reckte sich, indemer den Kopf zurücklegte, einen Arm zur Seite streckte undden anderen zur Schulter bog. „Der Ausgang spricht gegenmich. Da das Väterchen obsiegte bei zerstreuten Gedanken,wie wäre es dem Kind erst ergangen, hätte es deine volleAufmerksamkeit gegen sich gehabt? Der Gang wäre raschzu Ende gewesen."
Jaakob lächelte. „Meine Erfahrung", sagte er, „ist dieältere und meine Schule die beste, denn schon als Knabehabe ich mit Jizchak gespielt, deinem Großvater meiner-seits, und später gar oft mit Laban, deinem Großvater vonseiten der Lieblichen, im Lande Naharajim, jenseits derWasser, der ebenfalls ein Spieler von zäher Überlegung war."
Auch er hatte Jizchak und Laban mehr als einmal ab-sichtlich gewinnen lassen, wenn es ihm um ihre gute Launezu tun gewesen war, kam aber nicht darauf, daß nun Josephes so gemacht haben könnte.
»Es ist wahr", fuhr er fort, „daß ich es heut habe fehlen